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Friedrich Nietzsche, "Morgenröte"
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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 20.01.2008, 23:51:58    Titel: Friedrich Nietzsche, "Morgenröte" Antworten mit Zitat

Alle Freundinnen und Freunde des schnauzbärtigen Philosophen, alle Maulwürfe und Verehrer des heiligen Trophonios sind eingeladen, sich an dieser Leserunde zu Nietzsches Morgenröte zu beteiligen.

Es lesen mit:

Friedrich-Arthur
Patmos
Taxine
Roquairol


Gäste sind willkommen, sofern sie Sitte und Anstand zu wahren wissen ... Wink
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 09:59:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roquairol,

soll das Vorwort mit aufgenommen werden?
Und, wenn Quereinsteiger und Neugierige er und gewünscht sind, dazu (vielleicht) noch Nietzscheanische Proseliten gemacht werden sollen, wäre es dann nicht besser, den jeweiligen Aphorismus mit "Anzubieten.
Das mach neugierig, weckt vielleicht die Lust am Diskutieren und Parlieren und wäre auch sonst von Nutzen.

Vielleicht wird's wieder was - Unsterbliches!
(Bei Nietzsche bin ich mir da fast sicher).

Nun denn.

Liebe Grüße,
Patmos
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Roquairol
Flohmarktbuchabstauber/In


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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 10:40:51    Titel: Antworten mit Zitat

Patmos hat Folgendes geschrieben:


soll das Vorwort mit aufgenommen werden?


Hallo Patmos,
ja, Nietzsches Vorreden sind immer schön (zumal ich auch schon darauf angespielt habe ...)

Den ganzen Text hier reinstellen? Das geht bei den kurzen Aphorismen, ansonsten wird es vielleicht doch etwas zu lang. Man kann ja auch einfach verlinken.

Viele Grüße,
RqR
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 19:26:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roquairol,

ja, das meinte ich, vor jeder neuen Diskussion zum nächsten Aphorismus, dann diesen hier Einstellen (also nur immer den betreffenden Aphorismus). So wird es auch für die Mitleser einfacher und sie können so mitverfolgen, um wie und was es inhaltlich geht, so wird auch der Einstieg leichter.

Grüße,
Patmos
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 16:48:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roquairol, Patmos und Friedrich-Arthur,

na, das ging ja schnell! :D
Man könnte hierbei höchstens, wenn man direkt auf einen bestimmten Satz eingehen möchte, zitieren. Ansonsten sind die Aphorismen doch gekennzeichnet, was den Blick darauf erleichtert.

Ein paar erste Gedanken:
Natürlich war Nietzsche in der damaligen Zeit schon revolutionär in seinen Gedanken, und ich habe festgestellt, dass viele Zitate, die ich aus bestimmten Büchern von verschiedenen Schriftstellern zu schätzen gelernt habe, sich im Nachhinein als von Nietzsche übernommen herausstellten.
Nietzsche warnt in meinen Augen davor, hier allzu viel „Normalität“ zu erwarten (was heißt: gängige Muster, Bestätigung des Denkens).
Zitat:
...dass wir uns keine Lügenbrücken zu alten Idealen gestatten...

Wir blicken damit in ein Buch, dessen Inhalt sich mit der Sicht aus der Einsamkeit, dem Leben als Einsiedler beschäftigt, auf die Zeilen von jemandem, der damit aus dem Außen hinterfragt, als Randfigur auf das Geschehen blickt. Aus dieser Betrachtung fehlt jede direkte Verbindung zum Leben hin, darum ist die Überlegung auch als lento möglich und wird nicht von der Hast der Welt verschluckt. Man betrachtet den Menschen, das Sein, die Vernunft, die Moral lediglich aus dem eigenen Kellerfenster, was im dostojewski’schen Fall in die Verbitterung geführt, bei Nietzsche jedoch die Sicht geöffnet hat.
Da sind wir dann froh, dass er immer wieder in die Welt zurückkehrt und verkünden will, was er für sich in schweren Stunden entschlüsselt hat.

Schon Montaigne sagte: Die Welt ist weder gut noch böse, aber sie ist…
... und Pascal meinte dazu, dass unter dem Gesichtswinkel des Tatsächlichen und Üblichen die Begriffe Gut und Böse eine Frage des Breitengrades seien.

Nietzsche hat sich natürlich ausführlich mit der Moral und der Auffassung von Moral und Gehorsam auseinandergesetzt, und sie, wie er sagt, auch als einer der Ersten in Frage gestellt.

Liebe Grüße
Taxine
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 19:54:15    Titel: Antworten mit Zitat

Datt leve Taxinchen ist ein Frau der Tat, nun denn, Männer's, ziehen wir schleunigst nach.

Ein wenig, oder auch ein wenig mehr, gefällt Nietzsche sich, wie so oft, in seiner Vorrede in kleinen Eitelkeiten und deutet ein Geheimnis an, warum auch nicht. Übrigens ist die Vorrede nicht allzu lang und es ist nur Eine, gut das er sich da nicht J. P. als Vorbild nahm.

Was will Nietzsche nun von uns?
Und kann er seine Vorgaben auch halten wenn er schreibt:

"Es ist bisher am schlechtesten über Gut und Böse nachgedacht worden: es war dies immer eine zu gefährliche Sache. Das Gewissen, der gute Ruf, die Hölle, unter Umständen selbst die Polizei erlaubten und erlauben keine Unbefangenheit; in Gegenwart der Moral soll eben, wie Angesichts jeder Autorität, nicht gedacht, noch weniger geredet werden: hier wird - gehorcht!"

Ich weiß nicht, ob bist zum Auftauchen Nietzsches in der Weltgeschichte, über Gut und Böse und nicht so recht - nachgedacht - wurde, viel mehr, ich wage das stark zu Bezweifeln.
Aber im Verlauf der Mörgenröte (müsste es nicht eigentlich, bei Nietzsche - Morgenröthe, heißen) werden wir uns darüber sicherlich noch "Austauschen".
Etwas leise Schmunzeln musste ich noch über dieses Satz:

"Meine geduldigen Freunde, dies Buch wünscht sich nur vollkommene Leser und Philologen: lernt mich gut lesen!"

Das, guter Schnauzbart, versuchen nun viele, sehr viele Menschen und das schon seit einigen Genetationen, und noch viele Generationen nach uns werden sich an dir Reiben, dich Anbeten, dich Verfluchen, werden dich in den Orkus der Sophisten werfen, werden dich fieberhaft wieder Ausgraben und von neuem an dir irre werden, um von neuem an dir gesund zu werden.

Grüße,
Patmos
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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 21:07:36    Titel: Antworten mit Zitat

Patmos hat Folgendes geschrieben:
und deutet ein Geheimnis an, warum auch nicht.


Was meinst du genau damit?
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 07:31:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roquairol,

ich meinte damit - das sich Nietzsche gern einmal in nebelige Andeutungen der, nur ihn bewussten Geheimnisse erging, die mir dann als Geheimnis, wie und was auch immer, nicht so recht eingingen, oder als Geheimnis "aufgehen" wollten.
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Ignaz Zwirngiebel
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 09:00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr lobenswerte Initiative, den Herrn Nietzsche wieder mal aus dem Regal zu holen.

Werde ihn auch mal wieder besuchen. In der Morgenröte. Die Tage werden ja wieder länger.

Auch wenn der Herr Nietzsche das Andeutungsschwangere und Unpräzise des typisch deutschen Idealisten nicht ablegen konnte, so ist, ihn zu lesen, doch immer wieder ein Genuß!

Gruß!
I.Z.
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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 09:05:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patmos,

ja, nur finde ich nirgendwo das Wort "Geheimnis" (oder habe ich es übersehen?). Nietzsche schreibt von der Tiefe und Dunkelheit, in die er sich vorgearbeitet hat. Er meint das, was Freud später das Unbewußte nannte. In diesem Bereich soll aber gerade keine Geheimniskrämerei betrieben werden, sondern Aufklärung.

Gerade habe ich entdeckt, daß es in der deutschen Wikipedia keinen Artikel über Trophonios gibt. Sauerei! Muß ich denn alles selber machen?
Dafür haben sie einen Artikel über den Hellfire Club, auf den Nietzsche hier vielleicht auch anspielen will, denn einer der Versammlungsorte dieser Gesellschaft wurde als "Höhle des Trophonios" bezeichnet.

Viele Grüße,
RqR
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 10:08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Roquairol,

du hast ja recht, aber ich meinte diese "Andeutungen" mehr im Vergleich zu dem, was Nietzsche dann für sich beansprucht, in dem er diese "Geheimnisvollen" Worte des: Untergrabenden gebrauchte, das Wort Geheimnis, das ich dafür verwendete, ist tatsächlich in seiner Vorrede nicht nicht zu - lesen.

Hier das Unbewusste mit hinein zu nehmen ist sicherlich eine fabelhafte Idee, nur lag mir daran zu Betonen, das Nietzsche sich gern und oft mit diesem "Schimmer" des Geheimnisses umgab.

Gruß,
Patmos
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 19:08:27    Titel: Antworten mit Zitat

In einem Exemplar der "Morgenröte" schrieb Nietzsche folgende Widmung (für August Bungen):
Wer viel einst zu verkünden hat,
Schweigt viel in sich hinein:
Wer einst den Blitz zu zünden hat,
Muss lange - Wolke sein.


Liebe Grüße
Taxine
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 09:27:10    Titel: Antworten mit Zitat

Um dann dem Thema wieder etwas Leben einzuhauchen.

Nietzsche schrieb in seiner Vorrede über den Pessimismus der Deutschen, unter anderem:

"Denn Angesichts von Natur und Geschichte, Angesichts der gründlichen Unmoralität von Natur und Geschichte war Kant, wie jeder gute Deutsche von Alters her, Pessimist; er glaubte an die Moral, nicht weil sie durch Natur und Geschichte bewiesen wird, sondern trotzdem dass ihr durch Natur und Geschichte beständig widersprochen wird".

Sind die Deutschen in ihrem Pessimismus wirklich so extrem?

Sind die Deutschen nicht viel eher ein Volk der positiv denkenden Menschen, also Menschen der Tat, denn welches Volk, voraus gesetzt es wäre wirklich so pessimistisch, hätte es geschafft, ein nach dem zweiten Weltkrieg materiell und geistig so zerstörtes Land, man könnte auch sagen - Chaos, in dieser (verhältnismäßig) kurzen Zeit wieder Aufzubauen!

Anderen Völkern gelang dieses nicht.

Der Deutsche also als der - Gedankenvolle aber dafür - Tatenarme, wie Hölderlin schrieb?
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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 27.01.2008, 14:53:37    Titel: Antworten mit Zitat

So, der Wikipedia-Artikel zu Trophonios ist jetzt fertig.

Patmos hat Folgendes geschrieben:


Sind die Deutschen in ihrem Pessimismus wirklich so extrem?

Im Vergleich z.B. zu den Amerikanern mit ihrem übertrieben-albernen Optimismus: JA. Was mir persönlich aber auch nicht unangenehm ist.
Zitat:

Sind die Deutschen nicht viel eher ein Volk der positiv denkenden Menschen, also Menschen der Tat,

klingt eher nach Engländer .... Man könnte vielleicht auch mit Antonio Gramsci sagen: Die Deutschen haben einen "Optimismus der Tat", und einen "Pessimismus der Intelligenz".
Zitat:
denn welches Volk, voraus gesetzt es wäre wirklich so pessimistisch, hätte es geschafft, ein nach dem zweiten Weltkrieg materiell und geistig so zerstörtes Land, man könnte auch sagen - Chaos, in dieser (verhältnismäßig) kurzen Zeit wieder Aufzubauen!

Ich denke eher, dies geschah nicht aus einem begeisterten Optimismus heraus, sondern aus dem alten preußischen Pflichtgefühl.
Zitat:

Der Deutsche also als der - Gedankenvolle aber dafür - Tatenarme, wie Hölderlin schrieb?


Ja, wenn sie dabei mal geblieben wären ...
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 29.01.2008, 06:42:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

habe meine Mutter letzte Woche in die Klinik bringen/begleiten müssen. Darmkrebs und die vierte OP innerhalb von achtzehn Monaten.

Melde mich, bis auf weiteres, ab.

Gruß,

Patmos
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Verfasst am: 29.01.2008, 06:42:53    Titel: Ähnliche Themen



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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 29.01.2008, 14:32:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patmos,

es tut mir sehr leid, das zu hören. Aber wir haben natürlich alle volles Verständnis dafür, daß du dich erstmal zurückziehen willst. Vor einem halben Jahr war ich in einer ähnlichen Situation.

Ich hoffe, die anderen werden dich hier in der Runde würdig vertreten, bis du wiederkommst.

Alles Gute für dich und deine Mutter,
RqR
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 29.01.2008, 17:34:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patmos,

ich drücke die Daumen, das alles gut geht, und hoffe, du wirbelst bald wieder fröhlich zwischen uns.

Alles Gute!

Zum Pessimismus: Es ist sicherlich auch in Bezug auf die Philosophie gemeint, dass Nietzsche hier den Pessimismus auf die Deutschen bezieht. Immerhin hat vor ihm Schopenhauer gewütet, die Welt zur Kugel im unendlichen Raum gestaltet, auf der ein Schimmelüberzug lebender und erkennender Wesen existiert, und Kant sagte:
Zitat:
Schwermütige Entfernung von dem Geräusch der Welt aus einem rechtmäßigen Überdruss ist edel!


Grundsätzlich stimme ich zu: Der Deutsche ist und bleibt Pessimist, es sei denn, er befasst sich nicht nur mit der westlichen Welt.

Patmos hat Folgendes geschrieben:
Sind die Deutschen nicht viel eher ein Volk der positiv denkenden Menschen, also Menschen der Tat, denn welches Volk, voraus gesetzt es wäre wirklich so pessimistisch, hätte es geschafft, ein nach dem zweiten Weltkrieg materiell und geistig so zerstörtes Land, man könnte auch sagen - Chaos, in dieser (verhältnismäßig) kurzen Zeit wieder Aufzubauen!


Vielleicht schaffte es der Deutsche gerade aus seiner pessimistischen Grundstimmung heraus. Während es woanders Verwirrung stiftete, das Leben völlig aus der Bahn warf, sah es der Deutsche in seiner Haltung fast kommen.
Im Sinne: "Ich hab's ja gleich gesagt..."
Mit dieser Stimmung kann einen dann nichts wirklich überraschen, und man macht sozusagen einfach weiter.
Oder, es erinnert an solche Sätze:
"Manche würden auch den Weltuntergang in Kauf nehmen, nur, weil sie ihn vorausgesagt haben!"
Irgendwie klingt das typisch deutsch...

Liebe Grüße
Taxine
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Roquairol
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BeitragVerfasst am: 30.01.2008, 12:22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mal eine allgemeinere Bemerkung am Rande:
Wer mit dem Gedanken spielt, vielleicht irgendwann mal Nietzsches Geburtsort (wo er auch begraben ist) zu besuchen, der sollte das möglichst bald tun, solange es noch geht.
Das Dorf Röcken liegt in einem Braunkohlegebiet und soll bald abgebaggert werden. Ich finde es eine kulturelle Barbarei ohnegleichen, einen solchen philosophiegeschichtlich bedeutenden Ort aus reinen Kommerzgründen zu vernichten, aber die Chancen stehen schlecht, dies noch zu verhindern. Es gibt inzwischen eine breite Protestfront, doch bislang konnten in vergleichbaren Fällen noch nie die Braunkohlebagger aufgehalten werden.
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 30.01.2008, 16:44:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist eine Schweinerei. Um das Grab von Nietzsche gab es ja schon einigen "Schimpf".
Hier schön nachzulesen.

Nietzsche im nackten Wahnsinn und an der Hand seiner Mutter. Hm...


Zuletzt bearbeitet von Taxine am 13.02.2008, 17:10:59, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 21:53:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Friedrich Arthur, hallo Roquairol,

ich habe einige von Nietzsches Briefen vor mir liegen und kann durchaus sagen, dass er nichts "verschlüsselte", ganz im Gegenteil sehr offen über sich und sein Denken schrieb.

Ja, der Pessimismus ist auf die Deutschen und die Philosophie bezogen, ich bin mir sicher, dass Nietzsche hier auch auf Wagner zurückblickt.
Er schreibt einmal an Köselitz:
„Oh, der tiefen Melancholie in Stresa! Ich sang und pfiff mir Ihre Melodien, um mir Mut zu machen … alles Gute der Musik muss sich pfeifen lassen; aber die Deutschen haben nie singen gekonnt und schleppen sich mit ihren Klavieren: daher die Brunst für die Harmonie.“
Ein weiterer, kleiner Wink zu Nietzsches Sicht auf alles Deutsche.
Zudem hat er sich verändert und wird ein bisschen aufgrund seiner „Freidenkerei“ geächtet, gerade spürbar, wenn er in Deutschland weilt:
Zitat:
... im übrigen denkt fast alle Welt recht schlecht von mir. Meine Reise nach Deutschland in diesem Sommer – eine Unterbrechung der tiefsten Einsamkeit – hat mich belehrt und erschreckt. Ich fand die ganze liebe deutsche Bestie gegen mich anspringend – ich bin ihr nämlich durchaus nicht mehr "moralisch genug.


Es ist interessant sich mit der Hintergeschichte ein bisschen eingehender zu beschäftigen.
Nietzsche wollte die „Morgenröthe“ zunächst „Pflugschar“ nennen, hat die Schrift dann in „Eine Morgenröthe“ umbenannt und ist schließlich zum jetzigen, uns bekannten Titel gekommen, damit es nicht zu prätentiös klinge.

Als er dann das Manuskript (noch unter dem Titel: „Pflugschar“) zur Reinschrift und Entzifferung bei Köselitz abgibt, schreibt er:
Zitat:
Ich bin glücklich, nichts mehr mit dem Manuscript zu thun zu haben. – Nun heißt es wieder: „Freund, in Ihre Hände befehle ich meinen Geist!" und noch mehr: "in Ihren Geist befehle ich meine Hände!" Ich schreibe zu schlecht und sehe alles krumm. Wenn Sie nicht errathen, was ich denke, so ist das Manuscript unentzifferbar.


Den Titel änderte er aus folgendem Grund (ist wahrscheinlich auch bekannt, aber noch einmal zur Vollständigkeit):
Zitat:
Sie (Köselitz) haben mich dadurch, dass Sie den zufällig hingeschriebenen Vers aus dem Hymnus an Varuna als Motto nahmen, auf den Gedanken gebracht: sollte das Buch nicht heißen: „Eine Morgenröthe…“ Es sind so viele bunte und namentlich rothe Farben darin.


Der Hymnus von Varuna stammt aus dem Rigveda, dem ältesten Denkmal der indischen Literatur. Darin heißt es: „Es gibt so viele Morgenröthen, die noch nicht geleuchtet haben.“
Nietzsche hat den Vers als Motto beibehalten.
Wenn man noch einen Schritt davor machen möchte, dann hat Nietzsche die ersten Aufzeichnungen zur Moral in Venedig gemacht, wo er sie noch „L’ombra di Venezia“ nannte. Von dort ist der Blick auf Deutschland und den Pessimismus natürlich ein anderer (vielleicht ähnlich deiner Erfahrung, Friedrich Arthur). Er wird dort zum Beispiel ständig von irgendwelchen Menschen gestört und sagt:
Zitat:
Ich halte das ewige Moralisieren, zu dem ich selbst so stark neige, auf Dauer nicht aus, es zerstört mir die ganze Stimmung, die ich für meine Sachen brauche.

Wie passend.
An anderer Stelle schreibt er über sein Schaffen in einem Brief:
Zitat:
Dabei grabe ich mit Eifer in meinem moralischen Bergwerk und komme mir dabei mitunter ganz unirdisch vor – es scheint mir jetzt so, als ob ich inzwischen den leitenden Gang und Ausweg gefunden hätte.

Man sollte hier auch bedenken, dass Nietzsche zu dieser Zeit fast schon blind war. So gewinnt der Vergleich zum Maulwurf auch eine weitere Bedeutung. Und was macht ein Mensch, der weder das Schreiben noch das Lesen verträgt? (… gelegentlich eine Viertelstunde zu finden ist das Kunststück.) Er geht tief in sich, hinterfragt selbst seine eigene Philosophie. Alleine diese Zweifel lassen ihn als „Mensch“ zurückkehren, die damit überwunden sind.

In Genua dann, wo es für ihn schwierig ist, eine vernünftige Bleibe zu finden und er von einer Dachstube in die nächste wechselt (Ich will mir die unbekannteste Dachstuben-Existenz gründen…) schreibt er:
Zitat:
Eben habe ich mich von einem sehr bittebösen Anfalle erhoben, und kaum ist die Noth zweier Tage abgeschüttelt, so läuft meine Narrheit schon wieder ganz unglaublichen Dingen nach, vom frühsten Erwachen an, und ich glaube nicht, dass irgendwelchen Dachstubenbewohnern die Morgenröthe lieblichere und wünschbarere Dinge beleuchtet hat. (…) Ich lebe, wie als ob die Jahrhunderte ein Nichts wären und gehe meinen Gedanken nach, ohne an das Datum und die Zeitungen zu denken.

Ein weiterer Hinweis auf das „unterirdische Graben“, welches nicht irdisch ist, welches über die Welt und die Zeiten hinausführt. Und auch hier:
Zitat:
Ich will mein eigener Arzt sein, und dazu gehört bei mir, dass ich mir selber im Tiefsten treu bin und auf nichts Fremdes mehr hinhöre. Ich kann nicht sagen, wie sehr die Einsamkeit mir wohl thut! (…) Nur so kann ich mich selber in jedem Sinne fördern (und zuletzt vielleicht auch Andern nützlich werden)…


Was ich auch interessant finde, ist, dass er nach dem Abgeben seines Manuskripts an Köselitz schreibt, dass ihm „hinter diesem ganzen Buche“ seine „Musik zu Manfred klingt“. Man erinnere sich hier an seine „Manfred-Meditation“, die er von Bülow geschickt hat, der darauf sagte:
Zitat:
Es handele sich um "das Extremste von phantastischer Extravaganz", das "Unerquicklichste und Antimusikalischste", was ihm seit langem zu Gesicht gekommen sei. Ob das Ganze ein Scherz sei, eine musikalische Parodie auf die "Zukunftsmusik"? (...) Sein musikalisches Fieberprodukt sei in der Welt der Musik das gleiche wie ein Verbrechen in der moralischen Welt, die Muse der Musik, Euterpe, sei genotzüchtigt worden."

(Ross: „Der ängstliche Adler“)
Na, das trifft wohl auf das Werk nicht zu, und Nietzsche galt ja in seinen eigenen Komponierversuchen als eher mäßig. Das Stück hat in meinen Augen etwas Trauriges, Träumendes, wobei sich das Spiel in zarte Nachklänge schwingt, die manchmal lange vor sich „hindösen“, um aus ihnen dann wieder mit Getöse hervorzutreten, wie ein kurzzeitiges Aufstampfen. Will sagen: Nietzsche dürfte jederzeit spielen und auf meine Bewunderung zählen. Very Happy
Na, wenigstens heute will man die hauchzarte Sensibilität und die dionysische Vielfalt des komponierenden Denkers und Grüblers heraushören, besonders eben in der dämonischen Ironie der Manfred-Meditation.
Als er die „Morgenröte“ zum letzen Mal mit kleinen Änderungen versieht, schreibt er:
Zitat:
… es wird kein dickes Buch, aber es giebt nicht viele Bücher mit so viel Inhalt (rede ich jetzt als Vater des Buchs? Ich glaube nicht) …
und
Zitat:
Das Buch ist eine Art Dynamometer für mich, ich habe es mit einem Minimum von Kraft und Gesundheit verfasst.

Auch darum kehrt er als scheinbarer Trophonios und Unterirdischer zurück, wenn er erst wieder "Mensch geworden" ist, denn die Betrachtung aus dem Schmerz ist eine andere, als die Betrachtung eines gesunden Menschen.

Und, wenn ihr nichts dagegen habt, komme ich jetzt zum ersten Aphorismus. Mein Erkennen darin:
Die Dinge haben immer ihren Gegenpol. In der Wahrheit wird erst die Lüge sichtbar, Gut spiegelt sich im Bösen und aus der Unvernunft erwächst nun einmal die Vernunft. Darum klingt es paradox, wenn wir von der Wahrheit reden und in ihr gleichzeitig die Lüge mit einbeziehen, weil sie Teil der Wahrheit ist, wie auch umgekehrt, und ebenso, wenn der Mensch die Vernunft zur einzigen Richtlinie erhebt. Bei Kant ist die Vernunft die Bezeichnung für das oberste Erkenntnisvermögen, dessen Aufgabe es ist, den Verstand als untergeordnetes Erkenntnisvermögen zu regulieren. Die Vernunft hat also den Verstand in seine Schranken zu verweisen, ohne, dass sie das Wissen erweitert. Aber, die Vernunft verstrickt sich sofort in Antinomien, wenn sie den Bereich der Erfahrung überschreitet und muss daher als regulative Idee gesehen werden. Damit erhält sie aber auch eine zugewiesene Stellung, etwas, das eben so ist. Nietzsche sieht hier die „Dinge mit Vernunft durchtränkt“, weil ihnen ohne die intensivere Überlegung etwas Übernommenes anhaftet. Dadurch wird nicht sichtbar, dass auch eine Gegenseite existiert, dass alles aus dem Un- des "Seins" gerät, dass jede Vernunft auch ihre Unvernunft birgt. Aber, der Mensch kann das nicht mehr erkennen, wenn er bestimmte Dinge einfach annimmt, ohne sie zu hinterfragen. Darum erscheinen bestimmte Dinge, wenn sie von mehreren Seiten oder situationsbedingt betrachtet werden, auf einmal paradox. Hinzu kommt: man kann Einzelnes, aber niemals das Ganze begreifen. Das Leben aus einem Guss gibt es nicht, die Lebenswelt teilt sich immer in mehrere Welten.
Darüber hinaus: Alles, was als gängiges Muster in Frage gestellt wird, wirkt dann auf den ersten Blick falsch, absurd, unsinnig, alleine darum, weil es in Frage gestellt wird. Warum etwas neu überdenken, was sich über lange Zeit bewährt hat? Das, was der Mensch gewohnt ist, das will er dann auch partout nicht aufgeben, schließlich lebt er mit diesem Denkmuster, hat es vielleicht mit Schwierigkeit oder gar schmerzlich für sich erfahren und aus der Gängigkeit endlich verstanden.
Vieles gewinnt, alleine, weil es schon lange existiert, an "Wahrheit", auch wenn diese Wahrheit gar nicht in diesem Sinne existiert.
So, das erst einmal...

Liebe Grüße
Taxine
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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 16:56:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja vielen Dank für die Briefe und anderen Zitate. Ich hoffe auf weitere "philosophische Höhenflüge" (um auf ein wunderbares Bild von Taxine anzuspielen) ...

Noch eine Bemerkung zur Vorrede: Auffällig ist hier besonders (wie auch in Nietzsches anderen Vorreden), wie Nietzsche sich selbst hier in den Vordergrund stellt, mit seiner persönlichen Lebenssituation, seinem Gesundheitszustand usw. Dies ist keineswegs ein Anzeichen von Größenwahn, wie gelegentlich behauptet wurde, vielmehr steckt ein philosophisches Programm dahinter. Normalerweise wird in wissenschaftlichen Werken das Ich des Autors so gut wie möglich aus dem Text herausgehalten. Studenten lernen schon im Proseminar, daß sie in ihren Arbeiten das Wörtchen "ich" vermeiden sollen, und stattdessen notfalls "man" oder "wir" zu schreiben haben. Denn es geht ja nicht um die persönlichen Gedanken eines Einzelnen, vielmehr soll allgemeingültige, objektive Wissenschaft getrieben werden.
Nietzsche bestreitet jedoch diesen Objektivitätsanspruch der Wissenschaft - deshalb lässt er keinen Zweifel daran, daß er als individuelles Ich mit all seinen körperlichen Bedingtheiten hinter diesem Text steht.

Soweit erstmal ...

Liebe Grüße,
RqR
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 21:34:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, die philosophischen Höhenflüge packen einen in aller "Nacktheit", erheben das steinige Denken in jede Höhe der "(Un)Vernunft", um zu erkennen: Jede Erkenntnis ist gleich Erkenntnis. Very Happy

Oder, wie Nietzsche sagen würde:
Zitat:
Die wissenschaftlichen Methoden entlasten die Welt von dem großen Pathos, sie zeigen, wie grundlos man sich in diese Höhe der Empfindung hineingearbeitet hat.

(Nachlassfragment)

Und genau, Nietzsche, der seine Betrachtungen hierbei aus dem eigenen Leid erhebt, nicht um sich selbst zu spiegeln, viel eher, um zu hinterfragen, was das für eine Welt sein muss, die sich dieses Bewusstsein schafft, dass ein Mensch leiden kann, und damit dann auch die Moral in Frage stellt, möchte bewusst nur aus sich selbst in die Welt blicken, und wahrscheinlich ist dieser „subjektive“ Blick viel mehr wahrhaftig, als der gewollt „Alles-betrachtende-Blick“.
Mit dem „man“ entzieht man sich ja irgendwie auch einer eigenen Verantwortung, dass man selbst die Dinge so sieht.
Zudem muss man bedenken, dass das "Leid" auch geschaffen worden ist, indem dem Menschen eingeredet wurde: Du musst büßen! Du musst deine "Sünden" wieder gut machen.
Wie sollte der Mensch, der mit diesen Normen heranwächst, auch anders in die Welt blicken, als zunächst leidend (und gar pessimistisch?). Gleichzeitig wieder das Paradoxon: Ohne die Sünde keine Buße, also ist die Sünde Voraussetzung, um sich einer moralischen Grundstimmung überhaupt bewusst zu werden. Und zumeist wird etwas Gegebenes einfach als "Denken" übernommen.
Dagegen wirkt dann das „Ich“ immer sehr persönlich, aber gerade das ist es, was mir Nietzsche so sympathisch macht. Er ist weder größenwahnsinnig noch überheblich, vielmehr ist er suchend, weil er lediglich (weiträumig) in Frage stellt. Ein Mensch, der auf Fragen stößt, versucht sie zu beantworten, was eine großartige Voraussetzung ist, um einem Thema näher zu kommen.
Die Moral, die der Mensch als bestimmtes Muster seiner Handlung festgelegt hat, ist trügerisch, denn in erster Linie möchte sie beherrschen, kleinmachen, unter Kontrolle halten. Die Moral, die der Mensch in sich selbst erhebt, ist eine andere, eine selbst erkannte. Und auch die eigene Moral kann zur Leidenschaft gedeihen und auch in diesem Sinne Angst kreieren. Was ist, wenn der Mensch der allgemeinen Moral entgegen handelt? Was ist er dann? Was löst er damit aus?
Nietzsche, der blind und im Schmerz sitzt, muss all das hinterfragt haben. Warum dieses Beharren auf diese „Wahrheiten“, nur, weil er "seine Sicht" erkannt hat? Warum schreibt er, wo er doch weiß, was es ihn an Freundschaft kosten kann (gerade ihn, der die Freundschaft so schätzt!), über all diese Beweggründe, die eigentlich (will man es oberflächlich sehen) nur ihn selbst durchströmen? Hier, so muss er erkannt haben, folgt er einem ganz eigenständigen Weg, für den er keinerlei Bestätigung benötigt.
Und, es ist gerade dieser Rückzug in die Einsamkeit, der Umgang mit sich selbst und dem eigenen Leid, der diese riesigen Tiefen zulässt, die Welt neu zu betrachten und etwas Gängiges in Frage zu stellen, diese Sichtweisen, die nun einmal anders betrachtet sind, als wenn ein Mensch in aller Gesundheit strotzt.
Und eigentlich ist, wenn man es genauer betrachtet, vielleicht gerade die subjektive Sicht die einzig ehrliche...

Liebe Grüße
Taxine
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 08.02.2008, 18:19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mitdiskutierenden,

zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich (ohne es zu wissen) eine unvollständige Ausgabe der "Morgenröte" hatte. Jetzt, weil endlich gemerkt, im Vergleich mit dem Link von Roquairol, habe ich mir endlich eine vollständige Ausgabe zugelegt und sehe jetzt auch, warum das Vorwort viel mehr Auseinandersetzung bedarf.
Nietzsche geht hier ja sogar "im Wort" auf den Pessimismus ein, bis hin zurück auf Luther. Zudem waren da wirklich viele Philosophen, die pessimistisch in die Welt blickten, die sie als schwierigen Ort bezeichneten, um in ihr leben zu können. Leben ist immer mit Leid behaftet, nur Leibniz entwickelt in seinem "Theodizee" eine optimistische Haltung. Nietzsche klagt an, dass Kant sich "um Raum für sein "moralisches Reich" zu schaffen" genötigt sah, "eine unbeweisbare Welt anzusetzen, ein logisches Jenseits", und damit auch das "Ding an sich", das Hegel allerdings durchaus nicht eindeutig widerlegt. Kant hat das moralische System nicht in Frage gestellt, sondern den Menschen und die übernommenen Dinge selbst in diesem System.
"Der Widerspruch bewegt die Welt, alle Dinge sind sich selbst widersprechend..." - darin entdeckt Nietzsche nicht zu Unrecht das pessimistische Denken, denn hier wird sich gar nicht erst festgelegt, und doch ist es genau das, was die Dinge mit sich bringen, ihre verschiedenen Seiten und Gegenseiten.

Auch über die Ich-Perspektive von Nietzsche habe ich noch ein bisschen nachgedacht. Der Philosoph, so sehr er sich auch bemüht, auf Allgemeingültigkeit zu schließen, wird trotzdem immer mit dem eigenen und das heißt subjektiven Blick sehen. Er kann sich die Vergangenheit zu Nutze machen und Ansichten übernehmen oder widerlegen, er ist aber trotzdem aus sich selbst geleitet, so, wie auch ich mir bestimmte philosophische Ansichten auf das "Ich" umschreibe, um sie besser zu erfassen und auf meine Sicht der Dinge und mein Denken anzuwenden, um sie dann wieder auf das Allgemeine umzukehren. Darum ist Nietzsche vielleicht tatsächlich einfach nur ehrlicher, weil er das uneingeschränkt eingesteht.
Auch Heidegger sagt uns ja später, dass der "uneigentliche Mensch" sich gerne im "man" ausruht, trotzdem zieht jede Tat, jedes Denken die eigene Verantwortung darüber nach sich, die dann ihre Wirkung entfaltet.
Nietzsche sagte in "Jenseits von Gut und Böse" dazu auch schon:
Zitat:
Die Folgen unsrer Handlungen fassen uns am Schopfe, sehr gleichgültig dagegen, dass wir uns inzwischen "gebessert" haben.


So, jetzt, völlig glücklich, dass die Ausgabe vollständig ist, kann ich auch besser auf den Text eingehen. Very Happy

Liebe Grüße
Taxine
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sol
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BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 14:26:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Taxine,
Du schreibst in Deinem Beitrag vom 04.02.,daß das "Leid" auch geschaffen worden ist,indem der Menschheit eingeredet wurde: Du mußt büßen! Du mußt Deine "Sünden" wieder gut machen. Gerade wenn man -wie ich- Kinder zu erziehen hat, muß man ihnen - zwar nicht mit diesen Worten- sinngemäß klarmachen, daß sie ihre Wege entscheiden und gehen können, aber auch die Konsequenzen daraus zu tragen haben.Dabei sind gewisse moralische Vorstellungen sehr sinnvoll!
Und Friedrich Arthur schreibt:"Man muß laut Nietzsche ein starkes und unabhängiges Individuum sein, um sich von der Moral und den Zwängen loszusagen." Daß Nietzsche sich in die Einsamkeit zurückgezogen hat aufgrund seiner Erkenntnisse,ist konsequent und lobenswert. Was ist aber dann mit denen, die nicht so stark sind,die Nietzsche's Kritik zwar teilen,aber z.B. in Familie und Beruf mit anderen Menschen nach "moralischen" Grundsätzen umgehen müßen und wollen? Dafür habe ich bis jetzt bei Nietzsche noch keine Antwort gefunden. Nietzsche's Erkenntnisse wirken für mich sogar manchmal "an den Haaren herbeigezogen" Zitat (Abschnitt 133 - es geht um Mitleidempfinden für einen, der vor den Augen ins Wasser gefallen ist):im Mitleid ... denken wir zwar nicht mehr bewußt an uns, aber seht stark unbewußt.... Der Unfall des anderen beleidigt uns, er würde uns unserer Ohnmacht, vielleicht unserer Feigheit überführen, wenn wir ihm nicht Abhilfe brächten. Oder er bringt schon an sich eine Verringerung unserer Ehre vor anderen oder vor uns selber mit sich....Diese Art Pein und Beleidiging weisen wir zurück und vergelten sie durch eine Handlung des Mitleidens......Spricht hier nicht der Zyniker?
Ich selbst habe beruflich viel mit Leiden und Leid umzugehen und bin aufgrund der Erkenntnis Nietzsches sehr in mich gegangen: Ich kann das Leid des Menschen,mit dem ich zu tun habe, zwar nicht nachempfinden, ich habe aber ein Mitgefühl, welches mich dem Leidenden zuhören lässt, und ich empfinde Dankbarkeit, daß es mir gut geht.Womit ich bei Nietzsche's Atheismus gelandet wäre, denn ich frage mich: Wem soll ich für meine körperliche Gesundheit dankbar sein?

Schöne Grüße an Euch alle ! Sol
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 15:52:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sol,

Philosophie betrachtet das Leben und Sein immer aus einer etwas verrückten Perspektive. Um es einmal so zu sagen: Es gibt Menschen, die werden sich irgendwann ihrer selbst bewusst, hinterfragen sich und ihr Leben, und es gibt Menschen, die brabbeln ein Leben lang nur nach, was sie irgendwo aufschnappen oder z. B. aus den Medien vernehmen.
Der Philosoph erhebt sich nicht über den Menschen, aber er betrachtet aus dem „inneren Blickwinkel“ oder blickt vom Rand der Welt auf die Welt oder fasst aus dem Gegebenen und Gesehen zusammen. Das, was dann dabei herauskommt, ist keine allumfassende Wahrheit, sondern nur eine Möglichkeit, ein Vorschlag. Es gibt keine verpackte Portion Bedeutung oder die richtigen Antworten, die sich auf jeden Menschen anwenden lassen, denn wir sind in unserer Individualität eben unterschiedlich, ebenso in der inneren Stärke. Allerdings finde ich, dass Nietzsche viel dazu beiträgt, dass man überhaupt nach seiner inneren Stärke sucht. Sich bewusst zu machen, dass verschiedene Mechanismen angewendet werden, um den Menschen zu kontrollieren, ihn „klein“ zu halten, zu erkennen, dass der starke und schwache Mensch jeweils seine Möglichkeit hat, um den anderen zu manipulieren, ist schon ein beherzter Schritt vorwärts, denn, so wie der starke Mensch über den schwachen herrschen kann, kann auch der schwache Mensch den starken beeinflussen, indem er in ihm das Mitleid auslöst. Es sind also immer Ausgleichsituationen, die sich auch im Alltag und Berufsleben immer gegenseitig auspendeln. Aber, überhaupt solch ein Erkennen führt dazu, dass der Mensch bewusster in sich hört und für sich entscheiden kann, wie er „laufen“ will. Sicherlich ist Mitgefühl notwendig, aber wer kann, wenn man hinterfragt, denn wirklich Mitgefühl geben? Doch nur ein sicherer, starker, selbstbewusster Mensch. Ein schwacher, leidender Mensch kann kein Mitgefühl geben, kann keine große Hilfe leisten, keinen Zuspruch vermitteln. Er glaubt nur, zu helfen, dabei ist er im gleichen Sumpf wie der, der die Hilfe nötig hat. Es wäre nur ein gegenseitiges Aneinanderklammern, ohne, dass der eine dem anderen irgendetwas geben könnte.
Der starke Mensch stärkt sich natürlich auch an der Schwäche des anderen oder fühlt sich durch ihn an das erinnert, wie er nicht sein möchte. Auch er muss sich immer wieder neu stärken und kann durchaus unter bestimmten Umständen in einen Moment der Schwäche zurückfallen. Er handelt, um sich selbst nicht bloßzustellen, und zwar vor sich selbst. Und so meint es Nietzsche auch, sicher mit dem zynischen Unterton, aber nicht so bösartig, wie es erscheinen mag. (Dass jeder nur aus Berechnung Mitleid empfindet, ist natürlich zu pauschal gesagt, trotzdem kann man in bestimmten Situationen diesen "Trend zu geben" durchaus beobachten. Man sollte es nur nicht auf alle Menschen ausbreiten, wie Nietzsche es hier tut, um Schopenhauer zu widersprechen.) Aber, ein schwacher Mensch, der gerne die „Opferrolle“ übernimmt, weil er sich in seinem Leiden wohlfühlt, steht eben am Rande des Ufers und zittert oder kann sich nicht überwinden, während ein starker Mensch hier verpflichtet ist zu reagieren, ohne, dass er es weiß. Er wird, weil er stark ist, die Situation meistern, weil er nicht in die gleiche, vielleicht einst erlebte Schwäche zurückfallen will. Es geht nicht unbedingt darum, hier aus der Beleidigung zu reagieren, aber doch um sich selbst vor dem eigenen Selbst zu rechtfertigen. Das sind kleine Beispiele, um zu verdeutlichen, was Nietzsche durch seine Philosophie erkennbar gemacht hat. Wenn er sagt, die sozialen Sicherheiten sind Selbstbetrug, dann hat er auch hier recht, weil der Mensch sich damit auf den Staat, auf andere verlässt, nicht auf sich selbst, sich seiner eigenen Macht und Verantwortung nicht bewusst ist. Jeder, der weiß, dass er allein für seine Taten und Handlungen, ja für sein Denken, verantwortlich ist, wird ganz anders an die Dinge herangehen, wenn er weiß, dass er niemandem Schuld zuweisen kann, außer sich selbst.
Du sagst, in der Erziehung ist es notwendig, dem Kind moralische Vorstellungen zu vermitteln. Das sehe ich genauso. Ich glaube aber, dass sich diese moralischen Werte ohne Druck und unterschwellige Bestrafung beibringen lassen, wenn man dem Kind begreiflich macht, was gut und nicht gut ist, dass es in sich selbst hören sollte und neben dem, was andere machen, immer eine eigene Entscheidung zu treffen hat, und all das, ohne zu drohen (sonst kommst du in die Hölle! – Sicherlich werden diese Mechanismen heute nicht mehr so angewendet, wie in anderen Zeiten, aber unterschwellig ist dieser Hintergrund immernoch vorhanden, weil er von Generation zu Generation stückweit übertragen wird und nur in kleinen Teilen verloren geht und vielleicht einfach nur auf einen anderen Bereich angewendet wird.)
Ein Kind ist natürlich lenkbar, aber es ist nicht dumm, nur unerfahren. In allen Bereichen lernt das Kind und wird, durch die verschiedenen Bedingungen von alleine erkennen, dass jede Handlung eine Reaktion nach sich zieht, eine Konsequenz mit sich bringt, dass das Leben letztendlich immer aus Ursache und Wirkung besteht. Auch ohne den Hintergrund der „Drohung“, „Mach das, sonst…“ wird dem Kind bewusst werden, dass bestimmte Dinge nicht gut für es sind, weil sie z. B. wehtun, anderen wehtun, traurig machen, usw. Das Kind ist auch nicht unter der Fuchtel der Eltern in „Gefahr“, sondern in der Masse, im ewigen Gleichdenken manch übertragender Moralvorstellungen, die Nietzsche nicht umsonst in Frage stellt.

Liebe Grüße
Taxine


Zuletzt bearbeitet von Taxine am 13.02.2008, 17:03:38, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Patmos
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BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 16:06:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Unentwegten,

nach einigen, nicht so schönen Schicksalsschlägen, mit denen ich wohl auch noch lange nicht am Ende bin und nach einigen, nicht weniger leidvollen Erlebnissen, möchte ich mich dann, natürlich nicht aus dem Cafe, so doch von der Nietzscheleserunde verabschieden.

Ich nahm in der letzten Zeit den Nietzsche immer wieder einmal zur Hand, brachte es aber einfach nicht mehr über mich, irgend einen Gefallen an seinem Buch(er) zu finden, ja, Nietzsche stieß mich regelrecht ab und als ich mich dann zwang ihn trotzdem zu lesen, da überkam micht ein Gefühl des Ekels.
Ich habe vor Nietzsche, seinem Leben und seinem Schicksal, auch weiterhin die allergrößte Achtung und werde diesem Genie auch weiterhin mit dem mir größt möglichen Respelt begegnen, aber man möge mir an dieser Stelle dann Verzeihen, wenn es mir dadurch einfach nicht mehr möglich ist an dieser wunderbaren Leserunde teil zu haben.

Ich weiß, das ihr mich versteht.

Lieben Dank und alles Gute auch weiterhin mit dem guten Schnauzbart.

Grüße

Peter
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Taxine
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BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 16:16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Werter Patmos,

man sollte wohl immer nach Literatur greifen, die etwas "Gutes" in einem auslöst, einen weiterbringt oder angenehm ist. Darum wirf den Nietzsche in die Ecke und erfreue dich an anderen geschriebenen Zeilen.
Es tut mir sehr leid, dass du gerade solche schlimmen Momente durchleben musst. Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke.

Herzlich
Taxine
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sol
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BeitragVerfasst am: 14.02.2008, 11:31:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Taxine,
Du erklärst sehr schön,was Nietzsche meint.Er ist wohl ein Leidender mit großer innerer Stärke gewesen. Hat er sich persönlich aus dieser Gegenüberstellung: sicherer,starker,selbstbewusster Mensch, der Mitgefühl geben kann hier - schwacher,leidender Mensch, der Hilfe nötig hat dort - ausgeklammert?
Meine Beobachtung ist, daß o.g. Darstellung sich bei Menschen in Grenzsituationen ins Gegenteil verkehren kann. Ich denke da an die Frau, die wenige Stunden vor ihrem Tod mir für eine zärtliche Aufmerksamkeit ein Lächeln schenkte. Und ich denke da an mich (die ich in einem gesunden Körper stecke), wie ich bei persönlichen Sorgen eben diesen Menschen kein Lächeln schenke - ich bin dann alles andere als stark!
....Du sagst,daß man einem Kind begreiflich machen sollte, in sich selbst zu hören...Was hört es denn in sich selbst? Das Gewissen.Und bezeichnet Nietzsche nicht das Gewisssen als eine Summe anerzogener Verhaltensweisen?...
Sicherlich, es gibt so viele Menschen, wie Du sie oben beschreibst, die nicht nachdenken und auf die all

das, was Nietzsche schreibt, zutrifft. Leider lesen diejeigen keinen Philosophen ! Sobald ein Mensch hinterfragt und dann vielleicht auch mal die "Morgenröte" liest, muß er doch leider immer weitersuchen auf eine Beantwortung seiner Fragen. Mir geht es jedenfalls so. Wie geht es Euch damit??? Oder lest Ihr Nietzsche und verharrt in "Bewunderung" für diesen großen Geist und seine schöne Sprache?


Liebe Grüße an alle!

Sol
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BeitragVerfasst am: 14.02.2008, 11:53:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sol,

ich finde nicht, dass innere Stärke gleichbedeutend mit körperlicher Stärke ist. Ein körperlich geschwächter Mensch kann durchaus wesentlich stärker sein, als ein gesunder Mensch. Die innere Stärke ist eine Form der Selbstfindung, nicht des körperlichen Befindens.
Hinzu kommt der ewige innere Kampf zwischen Befehlen und Gehorchen.

Das Kind horcht in sich und hört sein Gewissen?
Hörst du denn in dir nur dein Gewissen? Wink

Philosophie betrachte ich immer nur als Anregung, nicht als gültige Antwort auf meine Fragen. Letztendlich liegt die Antwort immer nur in einem selbst. Darum lese ich Nietzsche nicht, um in Bewunderung zu vergehen, sondern, um seine Sicht der Dinge zu erfahren und in Frage zu stellen.

Liebe Grüße
Taxine
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sol
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BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 08:09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Rolling Eyes Eigentlich höre ich in mir bei Entscheidumgen nur mein Gewisen, nachdem ich den Kopf, den ich nicht zu meinem Inneren zähle ausgeschaltet habe.
Liebe Grüße !
Sol
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Verfasst am: 15.02.2008, 08:09:36    Titel: Ähnliche Themen



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