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Hunter S. Thompson

 
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peter sense
BuchClubZwangsMitGlied/In


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Anmeldedatum: 14.12.2007
Beiträge: 2483

BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 21:24:46    Titel: Hunter S. Thompson Antworten mit Zitat

Es gehört ja nun zu den großen Vergnügungen und verbrieften Rechten eines Lesers, sein geistiges Kino auch mal mit richtig wildem Stoff zu füttern und ihm literarisch ordentlich die Peitsche zu geben und durchs weite wilde Leben zu sausen, während er, womöglich das wohltemperierte Glas Rotwein neben sich, gemütlichst im Lesesessel hockt.

Und einen solchen Stoff bietet Hunter S Thompson mit seinem "Angst und Schrecken in Las Vegas" Das Ding soll übrigens, mit Jhonny Depp in der Hauptrolle, ein Kultfilm gewesen sein, aber es ist mir noch nicht gelungen, den irgendwo zu sehen.

Das mit dem Stoff ist wörtlich zu nehmen. Zu den lustigsten Szenen des Buches zählt der Besuch unseres Protagisten mit seinem ebenso verrückten Rechtsanwalt auf dem "Bullenkongress" gegen die verdammten, ekelhaften und abscheulichen Rauschgiftler, wobei beide, bis unter die Haarwurzeln gedopt mit allen illegalen Substanzen, die man sich nur denken kann, sich ganz locker und prächtig mit den bierseligen Suffnasen von Ordnungshütern verstehen. Und unter dem ganz dünnen Eis von gerade noch gelingender Vorspiegelung eines "ehrbaren Scheins" lauert ein schrecklicher Abgrund, eine -real begründete - Paranoia.

Das Buch ist weder politisch korrekt noch stubenrein, aber sehr, sehr gut zu lesen.

Ein anderes Werk heißt "Königreich der Angst. Aus dem Leben des letzten amerikanischen Rebellen". Es ist eine wildes, krudes, ungefügtes, autobiografisches Werk, und vermutlich liest man es am besten, wenn man die Frage, was da Phantasie und was Realität ist, ganz und gar in den Hintergrund stellt. Jedenfalls hat sich der Autor, nach Erreichen des selbstgestellten Höchstalters, vor ein paar Jahren aus dem Leben geschossen.
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Lars Mantel
Wort-Exhibitionist/In


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Anmeldedatum: 02.05.2008
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 11:55:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der Film mit Depp und del Toro ist ein echtes Highlight und immer noch ein Kultfilm (von wegen gewesen, pah!). Unbedingt anschauen. (Hugendubel hatten den lange als Angebot, weiß nicht ob noch) Es ist mit Sicherheit einer der lustigsten Filme überhaupt. Das Buch habe ich auch einmal gelesen, ist allerdings schon länger her. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass im Buch der Verfall der 60er Ideale deutlicher wahrzunehmen ist als im Film, der den Drogenaspekt, auf höchst amüsante Weise, betont.

P.S Niedlich fand ich deine Rechtfertigung auch mal etwas anderes als "Hochliteratur" lesen zu dürfen.

Viele Grüße, Lars


Zuletzt bearbeitet von Lars Mantel am 27.05.2008, 23:09:45, insgesamt einmal bearbeitet
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peter sense
BuchClubZwangsMitGlied/In


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Anmeldedatum: 14.12.2007
Beiträge: 2483

BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 14:51:29    Titel: Antworten mit Zitat

Von wegen "Niedlich" und "Rechtfertigung" - Dicke Backe, was? Rolling Eyes

Ansonsten: werde ich also dranbleiben, den Film irgendwo aufzutreiben.

Grüße, Peter Sense
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Sonny Clash
Stammelga(ä)st/In


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Anmeldedatum: 06.04.2008
Beiträge: 387
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02.06.2009, 23:08:17    Titel: Antworten mit Zitat

Der Film heißt wie der englische Originaltitel des Buches "Fear and Loathing in Las Vegas"

...und man sollte ihn überall finden können. Er ist wirklich sehr amüsant, abschreckend und höchst unterhaltsam. Ebenfalls sehr zu empfehlen, nicht nur für alle Fans von motorisierten Zweirädern,

"Hells Angels"

vom gleichnamigen Autor. Seine Bekanntschaft mit der wohl berüchtigsten Motorradgang der Welt im Kalifornien der sechziger und siebziger Jahre liest sich wie ein Abenteuerroman, manchmal wäre man selbst gerne der Protagonist, meist ist man aber doch froh, dass alles nicht selbst erlebt zu haben. Auf jeden Fall ein Klassiker!

Gruß

SC
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Forenking






Verfasst am: 02.06.2009, 23:08:17    Titel: Ähnliche Themen

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