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Philip Roth

 
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 18:23:33    Titel: Philip Roth Antworten mit Zitat

Philip Roth: Exit Ghost

Lange noch bei den Rosen
bleibt er stehen, sehnt sich nach Ruh.
Langsam tut er die (großen)
müdgewordenen Augen zu.


Richard Strauß, Vier letzte Lieder (Textausschnitt aus „September“ von Hermann Hesse)


„Exit Ghost“
ist der endgültige Abschied von Nathan Zuckerman, der in zahlreichen Romanen von Philip Roth auftritt, der z.B. in Roth`s Roman „Die Anatomiestunde“ in eine schriftstellerische Krise gerät, unter Schmerzen leidet, in seinem Leid zum Wodka und zu den Frauen greift. Nun ist er alt, einundsiebzig Jahre, lebt gewollt einsam auf dem Lande, weit ab vom Trubel New Yorks. In dieser Ruhe ist er vor den Frauen sicher, oder die Frauen vor ihm. Mit einem Paukenschlag beginnt der Roman. Vor elf Jahren wurde seine Prostata entfernt – Krebs. Infolgedessen setzte ein Lebenswandel ein, er zog sich aus der großen Welt zurück, spürte eine innere Dürre.

„Den Impuls, in dieser Welt zu sein und zu ihr zu gehören, hatte ich längst abgetötet.“

In der Einsamkeit hat er seine sexuellen Begierden unter Kontrolle. Keine Versuchungen, außerdem ist er inkontinent und impotent. Groß ist Roth wenn er Zuckermans Gebrechen und die Konsequenzen daraus schildert. Detailliert, bis es sich ins Mark und Bein des Lesers festsetzt. Er entwirft Bilder, die nicht mehr aus dem Kopf gehen.

In New York verliebt er sich wieder. Dorthin muss er nämlich zu einer Nachbehandlung hin, die ihm aber schließlich nichts einbringt, aber er lernt Jamie Logan kennen.

„Die Wucht der sexuellen Anziehungskraft lässt keinen Raum für Resignation – nur für die Gier des Begehrens.“

Hier können wir auch sagen, der Geist ist willig, der Körper aber massakriert. Nach jeder Begegnung mit Jamie, macht sich Zuckerman Notizen, denn die Angst der Vergesslichkeit sitz ihm in den Gehirnwindungen. In den Zwiegesprächen, die Zuckerman schriftlich festhält, kann er sich in seinen Fantasien ausleben. Das gefällt mir sehr, weil er im Gedächtnis sowieso nicht alles behalten kann. Das Alter schlägt auch auf den Geist und gipfelt sehr bizarr, Amy habe einen Teil ihres Gehirns eingebüßt. Im Zusammenhang mit der Schwäche des Geistes, werden auch die Folgen für einen Schriftsteller erörtert. Hervorragend finde ich übrigens Zuckermans Kritik über den Gebrauch von Handys in unserer Gesellschaft.

Trotz einiger Höhepunkte, die ich sehr schätze, muss ich aber auch sagen, dieser Roman gehört nicht zu den besten, die Philip Roth zu Papier gebracht hat. „Das sterbende Tier“ und „Jedermann“ waren komprimiertere Romane über das Alter und stringent sprachlich auf literarischem Höhenpflug, in „Exit Ghost“ nur teilweise. Es werden vielerlei Themen angesprochen: literarische, journalistische und politische, jüdische. Die Angst vor Bush's Wiederwahl im Jahre 2004 haben auch viele Europäer gespürt, doch ich meine, Roth lässt sich hier viel zu bunt darüber aus, er kaut gleich vier oder fünfmal darüber.

Herrlich integriert sind Strauss' Vier letzte Lieder über Tod, Abschied und Verlust. „Der Komponist“, so lesen wir, "lässt alle Masken fallen und steht, mit zweiundachtzig Jahren, nackt vor einem. Und man zerfließt."

Im Angesicht des Todes steht der menschliche schwache Körper.

Liebe Grüße vom Marquis
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 20:33:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Josilin,

schön Dein Hinweis auf Philip Roth. Der Name steht bei mir schon lange auf der Liste der sagen wir mal Lese-Wünsche. "Portnoys Beschwerden", den Start-Knaller seiner Schriftsellerkarriere, habe ich vor vielen Jahren, gewissermaßen noch mit roten Ohren, gelesen und neulich mit ebensogroßem, wenn auch andersartigem Vergnügen wieder. Es scheint, daß der Autor seinen Grundthemen, der scharfen Sozialbeobachtung im Lichte sexueller Obsessionen, treu geblieben ist. Vielleicht will man aber, selber älter geworden, gar nichts über Alterssex lesen?

Grüße, Peter Sense
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 11:19:27    Titel: Antworten mit Zitat

peter sense hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht will man aber, selber älter geworden, gar nichts über Alterssex lesen?


Nun,ja, vielleicht will man das nicht. Die späten Romane von Philip Roth sind Romane über das Alter. Sich die Jugend im Alter durch Sex zu holen bleibt Illusion. Das wird sehr deutlich in "Das sterbende Tier":

Roth hat Folgendes geschrieben:
Man müsste schon ein Idiot sein, um sich jung zu fühlen. Wenn man sich jung fühlen würde, wäre alles ganz leicht. Aber man fühlt sich keineswegs jung – vielmehr empfindet man schmerzlich, wie ungbegrenzt ihre Zukunft im Vergleich zu der eigenen, begrenzten ist, und man spürt noch schmerzlicher als sonst alles, was einem nicht gewährt wurde.


Roth versteht es, über die Zimperlein des Alters zu reden.

Zu einem geflügeltem Wort scheint sich folgendes Zitat aus "Everyman" ("Jedermann") zu entfalten. Es wird häufig zitiert. So auch hier:
Roth hat Folgendes geschrieben:

Old age isn’t a battle; old age is a massacre.


Ich lese gerne auch Bücher über das Alter. Ich denke, das ist Geschmacksache. Ein empfehlenswertes Buch über das Alter aus dem deutschsprachigen Raum ist Wilhelm Genazino: "Die Liebesblödigkeit".

Das Begehren ist im Alter noch da, aber in "Exit Ghost" macht der Körper nicht mehr mit. Das ist es. Darum verabschiedet sich Zuckerman aus Roth's Romanen. Laughing

Liebe Grüße
Marquis de Josilin
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 14:44:44    Titel: Antworten mit Zitat

Der Genazino ist auch so ein Fall. Ich habe mind. 2 Bücher von ihm gelesen, habe eine angehme, aber verschwommene Erinnerung daran und nicht das Bedürfnis, diese aufzufrischen. Liegts an mir, liegts an Genazino, an seiner Art, zu plaudern?
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 15:21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es liegt wohl an der Art wie Genazino plaudert, was dich , und das liegt an dir, nicht so gefällt.
Mir gefällt es. So ähnlich wie, der eine mag Beethoven lieber, der andere Mozart. Very Happy

josilin
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 23.05.2009, 10:22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Philip Roth: Das sterbende Tier

David Kepesh kennen wir schon aus „Professor der Begierde“ und „Die Brust“. Jetzt ist er 70 Jahre alt und blickt acht Jahre zurück, als er mit der Studentin Consuela Castillo eine Affäre hatte. Natürlich wäre es für Philip Roth zu billig, nur von einem sexlüsternen alten Herrn zu erzählen, der Kepesh selbstverständlich ist. Vielmehr möchte Roth sexuelle Beziehungen analysieren. Unfrei wird der Mann, wenn er Besitzansprüche stellt. Weil es so ist, lässt Kepesh sich in das Dilemma der Eifersucht ziehen. Auf diese Weise leidet er natürlich.

„...vielleicht sehne ich mich jetzt, da mein Tod näher rückt, insgeheim auch danach, nicht frei zu sein.“

Damit Kepesh sein Alter nicht zu sehr zu Bewusstsein schlägt, pflegt er, neben seiner Beziehung zu Consuela noch eine andere Beziehung zu einer etwas älteren Frau. Doch vor seinem Alter weglaufen zu wollen kann nicht funktionieren.

„Man müsste schon ein Idiot sein, um sich jung zu fühlen. Wenn man sich jung fühlen würde, wäre alles ganz leicht. Aber man fühlt sich keineswegs jung – vielmehr empfindet man schmerzlich, wie ungbegrenzt ihre Zukunft im Vergleich zu der eigenen, begrenzten ist, und man spürt noch schmerzlicher als sonst alles, was einem nicht gewährt wurde.“


„Das sterbende Tier“ bezieht sich auf Verse des irischen Lyrikers William Butler Yeats:

„Verzehr mein Herz/ krank vor Begehren und/ Gefesselt an das sterbende Tier/ Weiß es nicht, was es ist..."

Roth wäre nicht Roth käme der Humor zu kurz. So ist es belustigend, wenn Kenny seinem Vater vorwirft, die Familie verlassen zu haben, der verheiratete Sohn aber, seine Frau mit einer Jüngeren betrügt. Und da Kepesh Literaturprofessor ist, bildet Dostojewskijs „Die Brüder Karamassoff“ die Vorlage dieser angeknacksten Vater/Sohn-Beziehung. Das Dilemma des Mannes nach Kepesh: Ein Mann betrügt dauernd seine Frau und lässt sich endlich scheiden, um frei zu sein; er heiratet aber wieder, um nicht allein sein zu müssen.

Der Roman greift die Themen Sexualität, Macht, Alter und Tod auf. Mir haben insbesondere die vielen klugen Gedanken sehr gefallen. Roth hat die Gabe, den Problemen auf den Puls zu fühlen, sie offen darzulegen, wie sie sind und in wunderbare Worte zu kleiden. Ich habe den Eindruck, dass man in diesem kurzen Roman die ganze Welt des Philip Roth entdecken kann. Dies war übrigens meine Zweitlektüre und immer noch begeistert.

Liebe Grüße
Marquis de Josilin
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 23.05.2009, 20:51:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marquis de Josilin,

vielen Dank für das prompte Eingehen auf meinen Beitrag, leider habe ich unbedacht noch einen Roth-Thread angefangen. Es scheint, daß wir über den Roman "Das sterbende Tier" sehr unterschiedlicher Meinung sind, und ich sehe das auch nur auf der Grundlage meiner geringeren Roth-Leseerfahrung. Dennoch: MIr waren zu diesem Buch noch ein paar erheblich bösere Anmerkungen im Kopf, ich habe mich zurückgehalten.

Und ich darf versichern: Es ist nicht das Thema Sex zwischen altem Mann und junger Frau, was mir missfällt! Im "Menschlichen Makel" gibt es einen ganz ähnlichen Erzählstrang mit einem Paar mit nur geringfügig geringeren Altersunterschied, der zum tiefsten und anrührendsten gehört, was ich je darüber gelesen haben. Aber hier sind die Menschen sehr ausdifferenziert, lebendig, und sowohl in ihrem Charakter als auch in ihrer Darstellung völlig frei von Klischee und Vorurteil, ihr Verhalten (und das Entstehen der amour fou) erscheint folgerichtig, die Verstrickung hat was tragisches. (Ich musste oft an Woody Allen denken: so leicht, locker und von herben Humor erhellt und doch - so schwer und tief. Natürlich auch der jüdische Hintergrund). Ich will das jetzt nicht inhaltlich festmachen, und nichts "verraten."

Was erfahren wir im "Sterbenden Tier"? Daß der Typ so ein Kulturmacker ist, der die Mädels planmäßig und reihenweise flachegt, bis er an eine gerät, die zu seiner Alters-obsession wird. Warum gerade die und warum gerade jetzt? Keine Ahnung. Sie hat halt dicke Titten, ist eine Naturtalent in Fellatio - wobei wir beispielsweise ausführlichst soziologisch-historisch aufgeklärt werden, daß die Mädels das heutzutage viel besser können als früher - und bringt ganz erstaunliche Dinge mit ihrer Möse fertig. Nun ja, es tut einem nicht direkt leid, es gelesen zu haben, aber, wie schon gesagt: nach Herausragendem ist Durchschnitt ein Absturz.

Eine kleine Frage: welche Deiner gelesenen Roth-Titel würdest Du empfehlen? Ich liebäugele z.Zt mit "Mein Mann der Kommunist" - wollen wir uns das evtl. zeitgleich vornehmen und ein wenig austauschen?

Grüße, Peter Sense
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 24.05.2009, 08:04:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es ist ja auch interessant zu sehen, wie so ein Buch auf andere wirkt. Natürlich, die Charaktere sind im sterbenden Tier nicht so ausgebreitet. Der Roman ist gestraffter, trotzdem zielgerichtet auf schwache Körperlichkeit, sogar die junge Frau Consuela hat den Krebs in sich. David Kepesch tritt auch im Roman "Professor der Begierde" auf, und ist dort ausführlicher dargestellt. Der Roman ist sehr zu empfeheln, besondere Pluspunkte, was für mich sehr erfreulich war, dort lässt sich Roth über Kafka und Tschechow aus (herrlich integriert im Roman, nicht Oberlehrerhaft).

Andere empfehlenswerte Roth-Romane:

Mein Leben als Mann (über Roths erste katastrophale Ehe)
Mein Leben als Sohn (über Roths schwererkrankten Vater)
Jedermann (ein Kleinod über das Altern).

Ich habe mir mal "Mein Mann der Kommunist" geordert. Das können wir gerne gemeinsam lesen. Die Pfingstfeiertage bieten sich für eine Lektüre ganz gut an

Liebe Grüße
marquis de josilin


Zuletzt bearbeitet von Marquis de Josilin am 02.06.2009, 02:25:53, insgesamt einmal bearbeitet
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 20:51:11    Titel: Zu Philip Roth: Mein Mann, der Kommunist Antworten mit Zitat

Hallo Marquis,

wie weit sind Sie jetzt über Pfingsten mit dem Buch gekommen? Ich schildere mal ein paar Eindrücke, und Gedanken zu den ersten 50 Seiten.

Das Buch gefällt mir sehr. Zwar finde ich (bis jetzt) nicht jene unglaubliche "Schärfentiefe" (so will ich es mal nennen, in der Hoffnung, irgendjemand einschließlich mir selbst hat eine Ahnung, was ich damit meinen könnte), die mich im "menschlichen Makel" so beeindruckt hat, dafür aber noch stärker die Verknüpfung von "hoher" Politik und dem Leben des Einzelnen; Menschen, die so lebendig erscheinen als würde man sie persönlich erkennen.

Vieles erinnert mich an Woody Allens "Strohmann" (Falls Sie den nicht kennen: Der "Strohmann" verkauft die Scripte und die Arbeiten der vom Berufsverbot in Hollywood bzw. in der gesamten Kulturindustrie betroffenen unter eigenem Namen, anfangs einfach die politische Situation zum beiderseitigen Vorteil ausnutzend, später entgleist die Geschichte natürlich sehr böse!) Es ist nicht nur die politische Situation, sondern auch das betroffene Personal. Natürlich denkt man auch an die hiesigen unseligen Berufsverbote, die Spruchkammern und den ganzen Sch...dreck. Auch an Bert Brechts Bericht von seinem Untersuchungsausschuss; ob er nämlich Kommunist sei, musste ich denken. Brecht nahm die Sache ja schweikianisch-missverstehend; unser Held hier geht es frontal an und muss dann sehr lange kämpfen. Die ganze Familie ist bei dieser Anhörung des Lehrers Ringold anwesend, und die Szene, als die kleine Tochter dem Vorsitzenden die Meinung geigt, ist überaus rührend.

Ich finde, es gehört zu den Stärken Roths, daß nun dieser Ausschussvorsitzende, der alle amerikanischen freiheitlichen und demokratischen Ideale mit Füßen tritt, während er behauptet, sie zu schützen, nicht einfach nur als ein schleimiger Typ dargestellt wird, sondern mit seiner politischen Biografie, seinem persönlichen und familiären Hintergründen geschildert wird, einschließlich lesenswerter Ausführungen über Dummheit und Macht. Ich finde hier wieder meinen Eindruck von Roths Kunst bestätigt, daß es ihm gelingt, Dinge direkt und unverblümt zu sagen und auszudrücken, wo man doch sonst schreibenden und anderen Künstlern rät, Dinge nicht zu sagen oder zu erklären, sondern darzustellen und zu zeigen. Bei Roth mag das daran liegen, daß seine Prosa so reich ist, daß dem Leser immer noch genug bleibt zum Selber-Drauf-Kommen.

Ganz nebenbei erleben wir auch noch Dinge, die inzwischen dort, hier und anderswo verschwunden sind: Der "Institutionelle Zusammenhang meiner Wohngegend ..." (S. 29) So kann ein kurzer, treffend geschriebener Absatz guter Literatur einen ganzen Komplex soziologischer Untersuchungen erübrigen.

So, jetzt Schluss für heute.

Liebe Grüße,
Peter Sense
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Forenking






Verfasst am: 01.06.2009, 20:51:11    Titel: Ähnliche Themen

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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 02.06.2009, 17:02:04    Titel: Re: Zu Philip Roth: Mein Mann, der Kommunist Antworten mit Zitat

Hallo,

peter sense hat Folgendes geschrieben:


Die ganze Familie ist bei dieser Anhörung des Lehrers Ringold anwesend, und die Szene, als die kleine Tochter dem Vorsitzenden die Meinung geigt, ist überaus rührend.

Ich finde, es gehört zu den Stärken Roths, daß nun dieser Ausschussvorsitzende, der alle amerikanischen freiheitlichen und demokratischen Ideale mit Füßen tritt, während er behauptet, sie zu schützen, nicht einfach nur als ein schleimiger Typ dargestellt wird, sondern mit seiner politischen Biografie, seinem persönlichen und familiären Hintergründen geschildert wird, einschließlich lesenswerter Ausführungen über Dummheit und Macht.


meines Erachtens ist das die beste Szene bisher. Hier wird unverblümt, etwas zynisch und gleichzeitig komisch, der Ausschussvorsitzende entblößt. Die Tochter geht so weit, dass Murray sie ein wenig bremsen möchte, weil es ihm etwas penlich ist.

Vielleicht sollte man für die stillen Mitleser nochmals sagen, es geht hier um "Mein Mann, der Kommunist"

Der Roman spielt in der Mc Carthy-Ära, in der in den USA Kommunisten, bezw. scheinbare Kommunisten, wie in einem Wahn verfolgt wurden. Es traf auch viele Unschuldige wie Murray Ringold.

Interessant ist doch, aus welchen Perspektiven erzählt wird. Im Jahre 1997 trifft Nathan Zuckerman (alter ego von Philip Roth) seinen ersten Highschoollehrer Murray Ringold wieder, der inzwischen 90 Jahre alt geworden ist. Wir erfahren über Murrays jüngeren Bruder Ira aus der Sicht von Murray und von Nathan - und zwar rückblickend auf die 40er und fünfziger Jahre. Roth lässt hier viel politisches Einfließen, doch geht es auch um persönliches. Ira, der sehr militant ist, entwickelt sich im Gegensatz zu seinem Bruder zu einem Kommunisten. Außerdem ist er unglücklich mit Eve Frame verheiratet. Die beiden passen einfach nicht zusammen. Darüber erfahren wir mehr in Kapitel zwei. Ja, Roth schreibt wirklich sehr realitätsnah, und ich hoffe, das noch mehr zynische, komische Stellen kommen und bin gespannt, wie sich Ira zu einem Kommunisten weiterentwickelt. Da der Roman Mein Mann, der Kommunist heißt, vermute ich, dass wir noch einiges aus der Sicht der Frau (Eve Frame) erfahren. Mal sehen. Ich beginne dann mit dem dritten Kapitel.

Liebe Grüße
mombour
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 06.06.2009, 22:23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nun mal ein Lebenszeichen vom Sense:

Beeindruckend fand ich wieder die Schilderung der Zeitumstände, des Ideologisch-politischen Zustands der USA zu jenem Zeitpunkt. Zwar sagen mir diese vielen Namensnennungen und weitere Details aus der frühen amerikanischen Nachkriegsgeschichte gar nichts, aber wie die Zusammenhänge ausgearbeitet werden. Z. B. Seite 55: "Du ergießt die Geschichte, und die Geschichte ergießt sich in dich ...." Dies ist einer jener Absätze, die ich gerne im Original läse. Gewerkschaftsgeschichten, Verknüpfung von Basisdemokratie und Showbusiness. Die Massen der "kleinen" Menschen wurden gebraucht, wurden deshalb heroisiert, später wieder zurückgedrängt.

Und, gleich später, wie die schönsten sozialistischen Ideale an der Thumbheit konkreter Vertreter der avisierten Massen scheitert. (z.B. die Schilderung der Casino-Schlägere beim Militär mit den rassistischen "Kameraden"

Hier nun macht P. Roth etwas, was mich richtig ärgert. Ich habe ähnliches auch im von mir hochgeschätzten "Menschlichen Makel" ein paar mal bemerkt, aber nicht ernst genommen.

Seite 80: Roth schreibt, daß Ira eigentlich vom Leben keine Ahnung hat. Zwar hat er sich eine Menge beigebracht,
Zitat:

Aber da ging es nur um Politik. Das hatte nichts mit klarem Denken zu tun. Das pseudowissenschaftliche marxistische Lexikon, das dazugehörige utopische Geschwafel - ... einen Mann von beschränktem Intellekt .... mit so etwas zu präparieren ...

Wenn es einen erkennbaren Sinn hätte, den Ira derartig von oben herab, auktorial, zu destruieren - hat es aber nicht. Mir will scheinen, hier hängt ein Autor sein liberales Mäntelchen aus dem Text heraus, damit ihn ja niemand kurzschlüssig mit den kommunistischen Thesen seiner Figur identifiziert. Man hat sich früher mit einigem Recht über die "roten Fähnchen" lustig gemacht, die immer wieder bekenntnisartig-penetrant aus den Texten der Literatur der alten DDR heraushingen. Dieser Abschnitt bei Roth ist genauso eine peinliche Anbiederei und letzlich ein künsterischer Fehler.

Ich habe ein Weilchen gesucht, ob diese Aussagen vielleicht doch auf das Konto von Iras älterem Bruder, den Lehrer gehen, kann aber nichts dergleichen finden. Es ist schon Roth, der die Anregungen von - anscheinend "echten", also nichtfikitionalen - Menschen aufgreift und den Faden dann weiterspinnt.

Sehr schön ist dann wieder, wie anfangs des 2. Kap. die Entstehung der Beziehung zwischen Ira und Eve geschildert wird. Die Umstände, die Doppelbödigkeit des rauhen Kerls Ira und dem verborgenen wahren Wesen der Schauspielerin Ira. Zu lesen ist das wunderbar. Eine Leidenschaft, die dem Missverständnis entwächst ..

Und weiter bin ich noch nicht.

Grüße, Peter Sense
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 07.06.2009, 06:46:05    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag: Könnte doch die Rede des Bruders, (des Lehrers) sein. Dann ist Roth in diesem Falle entschuldigt. Das kommt davon, wenn man so langsam liest.
Übrigens habe ich kürzlich mit jemandem geredet, der ein paar Roth-Bücher gelesen hat. Fand ihn gar nicht gut: "Dieses larmoyante, diese penetrant zur Schau getragene Leidensmiene - das geht mir mächtig auf den Senkel."

Scheint also zu polarisieren, der Roth. Gut so.
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 14:30:30    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich mal ein Wort von mir. Aber die Zeit, wo ist die Zeit dafür? Confused

Nun denn:

Mit Fortschritt der Romanlektüre habe ich den starken Eindruck, dass die Sache mit dem Kommunismus eher zweitrangig ist, und es eher um die schwierige Beziehung zwischen Ira und Eve geht, und um die Tochter Sylphid. Politische Romane lese ich eher selten wegen dem Sujet; für mich sind politische Auseinandersetztungen immer eher kompliziert. Aber hier im Roman geht es u.a. auch um Antisemitistisches, Rassismus u.ä.

Das muss man sich mal bildhaft vorstellen. Da heiratet Eve den Pennington (ihr zweiter Mann, Stummfilmheld in Hollywood), obwohl er homosexuell ist, und bekommen ein Kind (Sylphid). Damit sollte seine Homosexualität vertuscht werden. An seiner Seite verlebte Eve 12 Jahre lang quasi ein Leben als Nonne. Solche Extreme wirken schon komisch. Als Pennington in Frankreich lebte, fuhr Eve und Sylphid regelmäßig hin, damit das Mädchen ihren Vater sehen konnte. Das verstörte natürlich Ira, der inzwischen mit Eve liiert war. Es machte ihn wohl eifersüchtig, der Verdacht liegt nahe, Eve sei von Pennington nicht losgekommen. Solch komplizierte Beziehungsgebilde werfen Schatten. Da nämlich Slyphid nicht Iras leibliche Tochter ist, kann Ira Sylphid nicht verbieten, zu Pennington zu fahren. Sylphid integriert gegen Ira, weil Eve schon wieder einen anderen hat (nämlich Ira). Sylphid beschimpft Eve als „Judensau“ und meint eigentlich Ira. In dem sie ihrer Mutter verbietet, ein Kind auszutragen, zielt diese auf ihren Stiefvater ab, der sich sehnlichst einen Sohn wünscht. Über solch vertrakt teufliche Beziehungsumstände habe ich selten gelesen. Das ist schon Sprengstoff. Es wird auch intelligent psychologisiert warum Ira mit Eve nie glücklich werden kann.

Über Ira heißt es:

Philip Roth hat Folgendes geschrieben:
„...er ist Kommunist, ein großer Revolutionär, ein Parteimitglied, ein Enthusiast, und plötzlich verliebt er sich in eine gedankenlose Schauspielerin, die sich nach dser neuesten Mode in Jacken mit Wespentaille und lange Röcke kleidet, eine berühmte Schönheit, die wie ein Teebeutel in aristokratischer Arroganz getaucht ist, und natürlich widerspricht das allen seinen moralischen Maßstäben – aber so ist das mit der Liebe.“


„Ira kann sich in emotionale Dinge überhaupt nicht hineindenken. Der Mangel an Einfühlungsvermögen ist doch typisch für ahnungslose Radikale wie ihn. Von Psychologie verstehen diese Leute gar nichts.


„Die Liebe denkt nicht logisch. Die Eitelkeit denkt nicht logisch. Auch Ira denkt nicht logisch. Jeder von uns auf dieser Welt hat seine eigene Eitelkeit, und folglich ist jeder auf seine individuelle Weise verblendet.“

Herrlich nicht? All diese Zitate auf Seite 101, Kapitel 3.

Noch ein herrliches Zitat auf Seite 111:

Philip Roth hat Folgendes geschrieben:
„Die Welt, wie wir sie kennen, hat sich nicht aus der Tyrannei von Tyrannen entwickelt, sondern aus der Tyrannei menschlicher Habgier, Unwissenheit, Brutalität und Gehässigkeit. Der böse Tyrann ist in Jedermann!


Ich befinde mich am Ende von Kapitel 5.

Liebe Grüße
marquis de Josilin
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 22:06:23    Titel: Antworten mit Zitat

Das feierliche Essen S. 157f - großes Lesevergnügen. Ansonsten schleppt es sich für mich etwas müde dahin; aber die Dialoge, die Örtlicheiten und vor allem diese wunderbare Sylphid - köstlich. Auf der einen Seite böse, sarkastisch, verletztend spöttisch, auf der anderen Seite: Die Harfe!

Sylphiden sind ja vom Namen her wohltätige Luftgeister, diese hier scheint aber höchst irdisch und kein bisschen wohltätig zu sein.

Aber das schier endlose Hin- und Herwenden, die Ursachenforschung und Schadensbetrachtungen dieser verrückten Liebe finde ich ein wenig ennuyant. Vielleicht kommts ja noch.

Hofft
Peter Sense
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 17.06.2009, 20:34:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich in gewissen Ecken, wo Bücherstapel und Wollmäuse hausen, tatsächlich noch zwei Bücher von Roth gefunden habe. Die "Anatomiestunde" und "Die Brust"
Ich hatte sie komplett vergessen. Zu Recht, wie ich nach erinnerungs-auffrischendem Herumlesen finde. Und auch in unserem Buch scheint durchaus auch nicht alles wirklich lesenswert zu sein. Die oben erwähnte "Party" aber unbedingt.
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 28.06.2009, 14:00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo peter sense,

"Die Anatomiestunde" habe ich mal begonnen und dann abgebrochen. Ja, nicht alles ist überzeugend und mit dem Mann, der Kommunist geht es mir auch so. Ich habe länger nichts geschrieben, weil ich auch nicht wuste, was ich darüber schreiben soll. Ich finde, Philip Roth hat andere Ehekrise-Geschichten, die wirklich hervorragend sind ("Mein Leben als Mann" und "Professor der Begierde"), aber hier, hier fehlt mir das Leben im Roman, sozusagen der Saft. Der Roman ist sehr konstruiert, mir fehlt die Lebendigkeit. Sicher ist es ganz nett zu lesen, wie verkorkst Eve Frame nun ist (sie ist Jüdin, kann aber Juden nicht ausstehen, warscheinlich spiegelt sie ihre eigene innere Schwärze nur auf andere) - aber trotzdem, so etwas wird einfach hingeschrieben und keine handlungstreibende Geschichte daraus gemacht. Kurz gesagt: Es wird andauernd nur berichtet, verhältnismäßig wenig erzählt, wie es Roth doch in anderen Büchern tut. So langweile ich mich im Kapitel sechs herum, in dem es wieder um Politik geht, und ich das Buch viel lieber zuklappen möchte. Ich frage mich, wo ist der Erzähler Roth geblieben? In späteren Romanen hat er wieder zu seinem Können gefunden.

Es wird ja gesagt, Philip Roth wollte sich mit diesem Roman an seine geschiedene Frau Claire Bloom rächen, weil sie ihn in ihrer Autobiographie als einen grausamen Chauvinisten dargestellt und ihre Ehe als Folter charakterisiert hatte. Eve Frame ist ja wie Claire Bloom Schauspielerin und Eves Charakter im Roman hat ja etwas niederträchtiges und sie scheint ihrer Tochter ziemlich ausgeliefert zu sein (Sylphid hat Macht über sie).

Liebe Grüße
Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 05.07.2009, 20:22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marquis,

immer noch hatte ich das Buch rumliegen, aber es ging mir wie bei gewissen, eigentlich ganz netten Menschen, die man gerne mal wieder besuchen würde, wenn sie einen nur nicht so entsetzlich mit ihrer endlosen Scheidungs- und Trennungsgeschichte langweilen würden. Da kommt mir Dein Beitrag gerade zurecht, um meinen Entschluss zu stärken, es beim sehr oberflächlichen Querlesen (des Restes) zu belassen und es endgültig ins Regal zu stellen.

Dein Hinweis auf biografische Bezüge, auf das Buch seiner geschiedenen Frau usw, bringt mich auf folgendes: Schade, daß er die Geschichte nicht der Regenbogenpresse erzählt hat, dann hätte er es uns erspart. Persönliche Abrechnungen sind selten gute Literatur.

Es ist ja nicht so, daß diese Beziehungkisten immer langweilen. Ich musste immer wieder an Woody Allen denken, und auch daran, wie DER beispielsweise die McCarthy-Ära in dem Film "der Strohmann" bearbeitet hat. Da kann man eigentlich nur sagen: Mein lieber Roth, du hast das Thema vergeigt. Schade.

Grüße,
Peter Sense
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Verfasst am: 05.07.2009, 20:22:39    Titel: Ähnliche Themen

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