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J.K. Rowling mit Harry Potter

 
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H.T.
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Anmeldedatum: 21.03.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 31.03.2008, 21:41:50    Titel: J.K. Rowling mit Harry Potter Antworten mit Zitat

Zu erst: Hat hier jemand alle Bände gelesen?

Ich würde ansonsten gerne eine Diskussion zur Autoren und ihren Büchern starten.

Was ist euer Lieblingsband?

Und was denkt ihr von der Autorin?

Ich habe Harry Potter angefangen zu lesen, als es noch nicht so populär war, wie es heute ist. Und schon da hat mir die Geschichte in Band eins, suoer gefallen. Aus einem geliehenem Band wurden 7 gekaufte Bücher.
Mein Lieblingsband ist zudem Band 3. Da wird einmal Voldemort in den Hintergrund gestellt und es geht um die frühere Geschichte um Harry Potters Eltern. Eine schön ausgedachte Story.

Zudem hat mich Harry Potter dazu gebracht, mich in der Welt der Literatur mehr umzuschauen. Ich wusste, ich verpasse schon die ganze Zeit etwas. Nicht das ich vorher eine Abneigung hatte, aber ich habe nicht gerade viel gelesen.

Was denkt ihr über Harry Potter und Co.?
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Rulaman
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Anmeldedatum: 29.03.2008
Beiträge: 17
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 09:45:49    Titel: Antworten mit Zitat

Also: Band 1 fand ich so gut, dass ich mir noch drei weitere Bände sofort bei ihrem Erscheinen gekauft habe. Allerdings kam ich mit dem Lesen nicht hinterher, da mich die Bände zunehmend langweilten. Ich bin irgendwo in Band 3 hängengeblieben, Band 4 liegt völlig ungelesen brach. Vielleicht kommen meine Kinder irgendwann in das Alter, die Bücher zu lesen, ans Herz legen werde ich sie ihnen jedoch gewiss nicht. Abgesehen davon finde ich nicht unbedingt, daß "Harry Potter" Kinder- oder frühe Jugendliteratur ist. Für unter 12-jährige sind die Bücher jenseits von Band 1 absolut indiskutabel, da sie m.E. beträchtliche Ängste zu schüren vermögen.
Grüße
Rulaman
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Ripley
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Anmeldedatum: 19.12.2007
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Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 12:07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ah!

Ich oute mich als Fan.

Und ich sage ganz klar: Diese Bücher haben etwas Besonderes. Für mich: etwas gefühlt Besonderes, etwas, das ich nicht unbedingt festmachen kann (wäre spannend, das vielleicht gemeisam herauszuarbeiten).

Sprachlich ist das englische Original unbedingt empfehlenswerter. So manches, was im Deutschen leicht ins Pathetische abrutscht, hört sich dort einfach nur natürlich an (extrem im letzten Band, vor allem, wenn es Richtung Ende geht: Das Kapitel, in dem Harry sich mit dem Gedanken an den eigenen Tod konfrontiert sieht, ist ein Highlight der Jugendliteratur!).

J.K.Rowling hat ein ganz hohes Gespür für Zwischenmenschliches und für innere Auseinandersetzungen. Ich finde Harry von vorne bis hinten authentisch, und so auch die anderen Figuren. Nervig manchmal, aber nie so, dass man sagen würde "Nee ... das ist jetzt wahlweise unglaubwürdig oder plastikhaft" - so, wie mir das manchmal zum Beispiel bei Cornelia Funke passiert.

Oops ... der Anfang eines Ordners. Worüber willst Du denn als erstes einen Austausch pflegen?

Ich habe alle Bände gelesen, zum Teil sowohl englisch als auch deutsch. Am stärksten finde ich neben dem ersten Band, in dem zum ersten Mal Rowlings Fähigkeit, ihre Leser zu überraschen, entzückt, den Gefangenen von Askaban. Zum Ende hin ziehe ich einfach mal meinen Hut vor dem Respekt, den sie ihren lesern entgegenbringt: Da ist nichts verniedlicht oder kindgerecht eingedampft. Da kommt in einer klaren, jugendgerechten Sprache ein ganz großes Thema auf den Tisch: Wie entscheide ich mich, wenn es wirklich bis zum Äußersten geht?

Hut ab auch vor ihrem Mut, die Protagonisten im letzten Band an der Langeweile und der stellenweisen Ödnis der Situation verzweifeln zu lassen. Da ist keine Action angesagt, sondern zähes, geduldiges Warten ...
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H.T.
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Anmeldedatum: 21.03.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 12:19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Genau. Bei Band 3, hat Rowling gezeigt, dass sie eine richtig gute Story zwischen den Charakteren aufbauen kann. Es ging um viele Emotionen und Gerechtigkeit. Sie hat das Zauberminesterium ebenfalls gut beschrieben. Sie hat halt eine richtige neue Welt geschaffen.

Zu Band 7: Was mir daran nicht gefallen hat, war das Ende. Ich weiß, sie wollte wirklich mit Harry Potter abschließen und machte sie somit erwachsen, aber das hätte nicht unbedingt sein müssen.

Ansonsten fand ich Band 7 mit eines der stärksten. Nach band 6, als bekannt wurde, sie verlassen die Schule, habe ich mich gefragt, wie gut es Rowling machen kann. Hogwarts hat sie sehr gut beschrieben, aber wie ist es, wenn sie nicht mehr im Unterricht sind und keine Zeit haben, über Rätsel nachzudenken. Und es war super spannend. Zudem hat sie ja auch wirklich nichts verherrlicht. Sie stellte das Böse als sehr mächtig dar, und so war es auch.

Ich werde sicher alle Bände noch einmal lesen. Band 1 bis 4 habe ich mehr als fünf Mal gelesen, 5 nur zwei Mal und die letzten beiden nur ein Mal. Wink
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Ripley
Kaffeekasseneinzahler/in


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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 12:41:37    Titel: Antworten mit Zitat

Alles klar, dann kennst Du Dich ja aus Wink

Was ich wirklich herausragend gelungen finde, sind die Figuren. In kaum einem anderen Epos sind sie bis in die kleinste Nebenfigur so ausgearbeitet, dass man sie als lebendig wahrnehmen kann. Rowling gibt auf ihrer Homepage ein bisschen Einblick in ihre Arbeitsweise, und es ist wohl so, dass jede ihrer Figuren eine komplette Lebensgeschichte hat. Sie hat sie also nicht nur auf dem Reißbrett entworfen, nur skizziert, sondern richtig ausgearbeitet.

Davon kommen in den Büchern teilweise nur Bruchstücke an, aber das macht die Figuren authenthisch.

Man könnte sich zum Beispiel mit der Frage auseinandersetzen, was passiert wäre, wenn Voldemort statt Harry Neville Longbottom "gezeichnet" hätte. Was hätte Neville mit diesem Schicksal gemacht? Neville ist nicht nur eine niedergeschriebene Figur - er könnte bequem aus dem Kontext heraustreten und ein eigenes Buch gründen.

Oder die wunderbare Luna Lovegood - eine meiner Lieblinge. Es ist immer klar, dass sie ganz besondere Dinge erlebt haben muss, dass ihr Leben bisher sicherlich alles andere als einfach war. Wird das breitgetreten? Nein. Es wird aus der Figur heraus klar, aus dem, was sie sagt, was sie tut. Und dabei sagt sie nichtmal besonders viel, schon gar nichts über ihr Schicksal.

Dumbledore: ein mittlerer Skandal, als Rowling offenbar äußerte, für "sie sei er immer homosexuell gewesen". Das spielt in den Büchern aber keine, null Rolle. Es ist einfach ein Zeichen dafür, wie sehr diese Autorin ihre Figuren mit Leben gefüllt hat.
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Forenking






Verfasst am: 01.04.2008, 12:41:37    Titel: Ähnliche Themen

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H.T.
Kaffeekasseneinzahler/in


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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 15:36:46    Titel: Antworten mit Zitat

@Luna Lovegood:
Das finde ich genauso. Sie ist am Anfang schon ziemlich sonderbar, aber sagt wirklich nicht viel. Allein schon, weil sie die Zentauren sehen kann, sagte mir, sie hat mehr erlebt, als sie wirklich bekannt gibt.

@Neville:
Manchmal frage ich mich auch, was passiert wäre, wenn es Nevielle wäre. Für Rowling waren es ja nicht einfach nur Namen, wie du sagtest, hat sie deren Geschichte schon vorher geschrieben, so kann man sagen. Aber wäre die Welt dann gerettet durch Neville?
Der erst aufgeblüht ist, seit er Harry kennen gelernt hat.

Was anderes:
Am Anfang waren es auch so typische Inhalte, wie der kleine Weise, der keine Freunde hat. Aber, wie soll ich sagen, sie hat das typische zu etwas Individuellem gemacht. Harrys Leben bei den Verwandten, spielte später keine allzu große Rolle. Klar, er war verzweifelt, weil er alleine war, aber kaum hat er Freunde, hat sich Rowling wirklich auf die Geschichte der Zauberei konzentriert.

Und nun mal etwas zu den Filmen:
Keine Frage, die Filme sind toll gemacht und was in einem Buch möglich ist, ist nicht immer in einem Film machbar, aber dass sie teilweise die Geschichte umgeändert haben, fand ich echt schlimm.
So kam Dobby in Band 4 gar nicht vor, nur um ein Beispiel zu nennen. Ah, habe den Namen vergessen, aber auch die andere Elfe kam nicht drin vor, die in Teil 4 eigentlich eine wichtige Rolle gespielt hat.
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peter sense
BuchClubZwangsMitGlied/In


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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 20:52:37    Titel: Antworten mit Zitat

Und wenn sie im dritten Band, nach der Überquerung des Ubulomus bei den Krallas nicht die Zappies gebräusert hätten, dann wären es bereits im fünften Band auf dem Obolo verdammt eng geworden!
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Cut&Paste
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 22:16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe die ersten 4 Bände gelesen, genauer: meinem Jüngsten vorgelesen, 2-3 Mal pro Woche, je ein Kapitel. Wir beide fanden die Bücher gut. Meine Tochter ging das Vorlesen zu langsam, sie hat alle Bände alleine gelesen, die letzten beiden sogar auf Englisch, immer direkt nach Erscheinen. Sie fand sie in beiden Sprachen gut.

Da aber Frau Rowling ihre ursprünglich versprochene Schreibgeschwindigkeit nicht gehalten hat, entwuchs mein Sohn dem Vorlesealter, hat sich dann eine Zeitlang von der CD täglich in den Schlaf lesen lassen (und kannte daher die betreffenden Bände fast auswendig), um dann das Interesse daran zu verlieren. Ich selber wollte dann gelegentlich den 5. Band alleine lesen, bin aber noch nicht dazu gekommen.

Bei allem, was ich über die Serie hier oder andernorts gelesen und gehört habe, habe ich mich den negativen Meinungen darunter nie anschließen können. Ob ich allerdings jemals meine Enkel zur Potterlektüre anhalten würde, glaube ich nicht; meinen Kindern war Karl May auch nicht zu vermitteln.
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movens
Kaffeekasseneinzahler/in


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BeitragVerfasst am: 03.04.2008, 14:13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Eindruck: Harry Potter und die sieben Teile ist ein gutes Beispiel dafür, dass es immer auch Literatur geben wird, die aufzeigt, wie einseitig Literaturkritik teilweise "liest" und wie sehr sie dazu neigt, ihre eigenen Verbindlichkeiten durchzusetzen. Gute Literaturkritik aber beginnt doch immer mit einer Emotion und sucht dafür eine adäquate Beschreibung; insofern könnte die Kritik von der Literatur etwas lernen. Was zeichnet Rowlings Werk aus und warum würde man doch nicht auf die Idee kommen, an dieses Buch Maßstäbe wie an "ernstere" Literatur anzulegen?
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Ripley
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BeitragVerfasst am: 04.04.2008, 16:40:53    Titel: Antworten mit Zitat

zur letzten Frage kurz und knapp: Weil es ein Buch für Jugendliche ist, das sich mit einer phantastischen Welt rumschlägt. Der Herr der Ringe wird von echten Kritikern sicherlich auch nicht als Hochliteratur angesehen.
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Forenking






Verfasst am: 04.04.2008, 16:40:53    Titel: Ähnliche Themen

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