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Sonny Clash
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Anmeldedatum: 06.04.2008
Beiträge: 387
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 23:03:58    Titel: poesie.gif Antworten mit Zitat

Auf dem Weg von der Bibliothek cruise ich mit dem Fahrrad Richtung Heimat am Gorki Theater vorbei und steige ab, wie ich an einen Bücherflohmarkt gelange. Mein Auge fällt sofort auf kleines Buch, etwas größer als eine Postkarte, mit roten Umschlag und dem Schwarz/Weiss Portraits eines jungen Mannes. Rimbaud. Ich kaufte das Buch und radelte nach Hause. Dort lag es ein paar Wochen und ich blätterte es so durch. Als ich ein paar Verse las, schlug der Blitz in mir ein und wiederholte immer wieder diese Zeilen:

Und wäre die Welt verwandelt in einen einzigen, dunklen Wald für unsere staunenden Augen - in ein Gestade für uns beide gläubige Kinder - in ein klingendes Haus für unsere leuchtende Neigung - ich würde dich finden.
Und gäbe es einen einzigen Greis, der still wäre und schön, und inmitten eines >unsagbaren Luxus< -ich läge dir zu Füßen.
Und hätte ich all dein Erinnern verwirklicht - und wäre ich die, die zu foltern dich weiß - ich würde dich töten.


Ich hatte einen Schatz entdeckt, eine so überquellende Poesie, die wie ein Feuerwerk in meinem Innersten Widerhall fand.

Ich habe Seile gespannt von Turm zu Turm, und Girlanden von Fenster zu Fenster, und goldene Ketten von Stern zu Stern, und ich tanze.

Ich lese und lese und bin immer wieder, wenn ich das rote Büchlein in die Hand nehme und diese Verse wiederentdecke, begeistert von diesem Leuchten, das der Feder Rimbauds entsprang. So geht es mir noch mehr mit Gottfried Benn.

Die weiche Bucht. Die dunklen Wälderträume.
Die Sterne, schneeballblütengroß und schwer.
Die Panther springen lautlos durch die Ufer.
Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer-


Die Anziehungskraft des Meeres, Inbegriff der Zeitlosigkeit, sehen wir unsere Stunden beim Anblick auf die Wellen vergehen.

Ein junger Keats, einen alten gab es nie.

Die Zeit, die ozeanische, verging
Fünf Jahre schleppend zwischen Schlick und Sand,
Seitdem ich mich betört im Garn verfing
Vom abgestreiften Handschuh deiner Hand.



Die verschiedensten Gefühlsregungen, bekannte Gesichter, Bilder aus dem Inneren. Es gibt so viele wunderbare Zeilen.exe

Welche Schätze schlummern in Euerm Bücherregal?

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Verfasst am: 08.05.2014, 23:03:58    Titel: Ähnliche Themen

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