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Robert Merle

 
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 21.12.2009, 23:13:59    Titel: Robert Merle Antworten mit Zitat

Französischer Schriftsteller, in Algerien geboren. In Frankreich kennt ihn jeder, in der DDR haben ihn sehr viele gelesen, in Westdeutschland vernachlässigt. Berühmt wurde er durch den Roman "Der Tod ist mein Beruf", ein Roman nach dem Leben des Lagerkommandanten von Auschwitz Rudolf Höß. Der Roman erschien 1957 und ist meines Wissens der erste Roman, der sich mit dem KZ beschäftigte. Er schrieb die 13 bändige historische Romanserie „Fortune de France“, die z. Zt. der französischen Könige Francois I. bis Ludwig XIV spielt.

Merle hat eine recht simple, einfache Sprache. Da seine Romanthemen aber überaus interessant und tiefsinnige sind, sind seine Romane lesenswert.

Robert Merle schrieb auch einige Science Ficton. Besonders zu empfehlen ist der SF

"Die geschützten Männer"

Das Virus Enzephalitis 16 verändert die Welt. Fast alle Männer sterben, sie verlieren das Bewusstsein und fallen ins Koma. Frauen sind immun. Eine Erhebung hat gezeigt, kein Junge im vorpubertären Alter ist von der Krankheit betroffen, es gibt nur wenige Männer über siebzig, die an Enzephalitis 16 gestorben sind. Der Neurologe Dr. Martinelli, der vor einem Ausschuss der HEW, dem Ministerium für Gesundheitswesen, Volksbildung und Soziales in Washington über die Epidemie referiert, möchte, dass sein Bericht veröffentlicht wird. Doch auch drei Wochen nach dieser Unterredung ist nichts geschehen. Die Öffentlichkeit ist nicht alamiert. Keine prophylaktischen Maßnahmen werden durchgeführt, die Presse schweigt. Es stellt sich heraus, nicht das HEW ist schuld an dieser desolaten Lage, sondern der US- Präsident. Nach Veröffentlichung des Berichtes wäre der Präsident nämlich in die missliche Lage gekommen, Maßnahmen zu ergreifen, die ihn unbeliebt gemacht hätten.

Robert Merle hat Folgendes geschrieben:
Und wegen Thailand, wo er eine Art heimlichen Krieg führt, der niemand entgeht, ist er schon unpopulär genug.


Wegen solcher Seitenschlenker, Amerikakritik, die uns heute noch vertraut ist, weil sich in Amerika in mancher Beziehung nichts verändert hat und neuerdings Krieg sogar mit Moral gerechtfertigt wird, macht den Roman interessant und nachdenklich. Es geht aber nicht nur um Egoismen eines Präsidenten, der auch nur kurz auftaucht. Merle zeichnet eine herrliche Karikatur eines Juden, der überempfindlich misstrauisch ist, „als ob er versuchte, beim anderen den kleinen Schimmer von Antisemitismus aufzudecken, der ihm bis dahin entgangen sein könnte". In Verbindung zur Epidemie Enzephalitis 16 gelingen Robert Merle Seitenhiebe auf das amerikanische Sektenwesen und fundamentalistischen Christentums. Nach über dreißig Jahren, der Roman wurde 1974 veröffentlicht, birgt er immer noch Aktualität.

Das Hauptthema des Romans ist der Feminismus, den der Autor mit Ironien zeichnet, der in militanten Auswüchsen unerträglich wird. Die Männer sterben aus, die neue US-Präsidentin Bedford kommt an die Macht und errichtet eine feministische Diktatur, die in ihrem Auswuchs verbrecherisch ist und jede Menschlichkeit verloren hat:

Robert Merle hat Folgendes geschrieben:
Eine gewählte Regierung wagt es, ihre Bürger wie eine Herde Vieh zu behandeln und auf Grund willkürlicher Entscheidungen einige wenige zu Hengsten, die Mehrheit zu Wallachen zu machen. Erneut bestätigen sich meine Befürchtungen. Bedfords männerfeindlicher Sexismus ist eine Art Rassismus, und wie jeder Rassismus wird er, machtpolitisch intregriert, zwangsläufig zu einem verbrecherischen Instrument gegen die Menschheit.


Es ist ein Roman, der sich gegen verbrecherische Diktaturen und gegen Rassismus richtet. Dass es hier um eine feministische Diktatur geht, ist kein Zufall, war doch in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts der Feminismus ein großes Thema, der auch mal abstruse Wege gegangen ist. Valerie Solanas, die Frau, die Andy Warhol beinahe erschossen hat, schrieb im Jahre 1967 das „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“. Andy Warhol fand den Text brilliant geschrieben und witzig. Wer weiß denn heute, wieviel Satire und wieviel Ernst in diesem Text stecken mag. In „Die geschützten Männer“ ist es Deborah Grimm, die die Männer abschaffen will und Dr. Martinelli, der in einem Camp in Blueville zu den geschützten Männern gehört, und ein Gegenmittel für das Virus Enzephalitis 16 entwickeln soll, wird auch nur zu einem Opfer der Diktatur. Die Welt im Stacheldraht, die Welt außerhalb des Stacheldrahtes, in beiden Welten ist der Mann unfrei. Diktaturen werden durch einen Stacheldraht nicht aufgehalten. So ist das Lager Bestandteil der Schreckensdiktatur und wird im Roman nicht zufällig als luxuriöse Variante eines Konzentrationslagers bezeichnet. Anspielungen auf die Nationalsozialistische Diktatur gibt es mehrere.

Egal ob Männer oder Frauen mit Sexismus belegt werden - die Wortschöpfung „Phallokrat“ bleibt hängen -, es ist immer eine Beleidigung. Robert Merle geht es um Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern und Rassen. Nur auf Augenhöhe ist ein würdiges Zusammenleben möglich. Besonders hat mir gefallen, dass Merle dieses Thema ironisch angeht, sodass der Leser trotz ernster Thematik damit rechnen muss, dass seine Lachfalten strapaziert werden. Die Sprache ist ziemlich simpel, da der Inhalt aber tiefschürfend ist, ist der Roman unbedingt weiterzuempfehlen und hat seinen Platz in der Reihe der großen Utopien des 20. Jahrhunderts verdient.

Liebe Grüße
Marquis de Josilin
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peter sense
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BeitragVerfasst am: 23.12.2009, 22:51:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marquis,

das klingt interessant, und macht mich neugierig. Du schreibst was von "ziemlich simpler Sprache" - gilt das nur für " geschützten Männer" oder durchgängig?

Grüße, Peter Sense
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Marquis de Josilin
Flohmarktbuchabstauber/In


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BeitragVerfasst am: 27.12.2009, 15:04:33    Titel: Antworten mit Zitat

peter sense hat Folgendes geschrieben:

Du schreibst was von "ziemlich simpler Sprache" - gilt das nur für " geschützten Männer" oder durchgängig?


Das ist durchgängig. Jedenfalls ist das bei "Malevil" und "Hinter Glas" auch so. Trotzdem keineswegs trivial, weil die Inhalte zum Nachdenken genug zu bieten haben, und das Lesen geradezu anregend ist. Vielleicht ist ein Vergleich mit Simmel erlaubt, der von manchen Seiten tivialisiert wurde, obwohl das ungerecht ist, denn auch Simmel hat über brisante Themen geschrieben.

Wenn natürlich jemand andauernd hochliterarische Prosa liest, der wird auf den ersten Blick benommen dreinschauen. Mr. Green Trotzdem, ich mag auch Autoren mit einfachem Vokabular und Syntax, wenn der Inhalt nicht trivial ist. Also, ich meine, so was schwergewichtiges wie "Unendlicher Spaß" von Wallace muss nicht unbedingt immer spaßig sein. Wink

Liebe Grüße
marquis de josilin
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 31.12.2009, 20:30:09    Titel: Antworten mit Zitat

Robert Merle: Malevil

Der Name Malevil ist aus den Wörtern Mal (frz. Böse) und evil (engl. Böse) zusammengesetzt und bezeichnet eine fiktive Burganlage in Südfrankreich, die im Hundertjährigen Krieg von Engländern erbaut worden ist, inzwischen zu einer baufälligen Ruine verwahrlost, dem Jungen Emmanuel Comte als geheimer Zufluchtsort dient, wenn er Abstand zu seinen Eltern sucht. Ein typischer Junge, der in den Nachkriegsjahren, wir schreiben das Jahr 1948, in den Gemäuern das Abenteuer sucht. Offiziell ist der Zugang zur Burg verboten, weil sich gelegentlich Steinbrocken gelöst haben. Sein Onkel, der eine besonders herzliche Beziehung zu Emmanuel entwickelt, weiß um Emmanuels geheimen Unterschlupf und lässt ihn gewähren. Der Onkel stirbt und hinterlässt ihm eine Bibel mit einem Brief, in dem der Onkel folgendes vermerkt:

Merle hat Folgendes geschrieben:
Bei diesem Buch darf man sich nicht an die Gebräuche kehren, auf die Weisheit kommt es an.


Auch wenn die einleitenden Kapitel sehr ausgedehnt sind, tragen sie doch entscheidend zur Vorbereitung der kommenden Katastrophe bei. Wenn im Jahre 1977 die Bombe fällt und alles Leben auf der Erde auslöscht, befindet sich Emmanuel mit einigen Freunden zufällig im Weinkeller der Burganlage. Sie erleben den Schnitt von einem Leben davor, welches unwiederbringlich verloren ist, und es beginnt für sie ein Leben, die Zeit nach dem Tag X, und als das Mädchen Miette, die auch überlebt hat, in Malevil einzieht, gibt es dort eine gebährfähige Frau, Grundvoraussetzung für das Überleben der Menschheit.

Emmanuel, der im Alter von 35 Jahren Malevil gekauft, die Burg für Touristen restauriert hat, das Leben dort sehr demokratisch führt und eine große Gabe für diplomatische Verhandlungen hat, sieht sich aber vor großen Problemen gestellt.

Da ist die Sache mit den Frauen, d.h. Es ist zu anfangs nur eine da, die gebährfähig ist. Miette. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es eben die Männer sind, die ihre Begierden als Phallokraten befriedigen müssen, und die Frau ist das Sexobjekt. Ja, ganz banal. Mir ist ehrlich gesagt ziemlich unwohl, und ich kann mir nicht vorstellen, dass es lange auf diese Art und Weise gut gehen wird, dass sich etwa sechs Männer eine Frau teilen. In unserem mitteleuropäisch Kulturkreis, in dem immer noch das christliche Moralempfinden überwiegt, oder das Moralempfinden anerzogen worden ist, da kann ich mir doch nicht vorstellen, dass sich mehrere Männer eine Frau teilen. In anderen Kulturkreisen - es wird eine indische Kaste erwähnt, bei der sich mehrer Brüder aus existentiellen Gründen eine Frau teilen - mag das üblich sein, auch ein Moslem darf mehrere Frauen haben, muss aber für sie und für die Nachkommenschaft Sorge tragen, d.h. Verantwortung. Aber in Frankreich ist es eben nicht so . Kurz und gut. Ein Unding, was dort in Malevil passiert. Es ist eine Frage von Moral und Unmoral, mit der sich die Männer von Malevil auseinanderzusetzen haben. Moral ist, wie wir gesehen haben, kulturabhängig. Natürlich können wir sagen, durch die Bombe ist auch die christliche Obrigkeit abgeschafft und die Menschen in Malevil müssen sich ihre Moralvorstellungen neu erschaffen, was allerdings nicht geht, weil diese Menschen ihre Vorstellungen vom Leben von der Zeit davor in die Zeit danach weitertragen. Warum Miette sich für alle Männer entscheidet und sie im Wechsel der Liebe pflegen lässt, blieb mir ein Rätsel, bis ich auf den Hinweis gestoßen bin, Miette sei ein wenig debil. Jetzt erkennen wir, in was für Gedankenbisse der Leser hier kommen muss. Ein geistig etwas zurückgebliebendes Mädchen wird von einer Anzahl von Männern für sexuelle Befriedigungen ausgenutzt. Das ist schamlos und der Beginn von Barberei. Selbstverständlich habe ich gedacht, die Leute von Malevil werden in maßloser Barbarei verfallen. Dem ist aber nicht so. Auch als menschlich verwahrloste Plünderer ohne wenn und aber mit ihren Gewehren brutal niedergemetzelt werden, bleibt die Streitfrage, ob dieser Massenmord gerechtfertigt sei. Hier unsere Maßstäbe von Moral und Unmoral anzusetzen, halte ich für nicht richtig. Welcher Mensch möchte sich denn einfach umbringen lassen? - Keiner. Na also, dabei mir natürlich aus meiner Sicht völlig klar ist, all dieses ist völlig unmenschlich und so etwas kann nicht gutgeheißen werden. Die Maleviler leben aber in einer äußerst unmenschlichen Situation, die ums überleben kämpfen müssen, und zum Überleben brauchen sie eben das Getreidekorn, und wenn die Plünderer das Korn stehlen, müssen sie sterben, wenn diese nicht sterben, dann sterben die Menschen von Malevil. So eine einfache Rechnung ist das.

„Malevil“ entstand im Jahre 1972, als die Bedrohung eines Atomkrieges im Bewusstsein der Menschen akut war. Die siebziger Jahre, das war die Zeit großer Demonstrationen gegen die Atombombe, gegen Atomkraftwerke, die Zeit der großen Friedensbewegung, die sich gegen den Vietnamkrieg stark machte. Bei der Bombe in unserem Roman handelt es sich allerdings um eine Lithiumbombe, die keine Kernstrahlung freisetzt. Der Roman muss ein Schlag gegen die Friedensbewegung gewesen sein, macht der Mensch nach dem Tage X doch genauso weiter wie vor dem Tage X. Der Mensch ist zum Unfrieden verdammt. Die Leute von Malevil sehen sich gezwungen, sich kriegsmäßig zu rüsten. Es wird immer so gerissene Hunde wie den falschen Priester Fulbert geben, der auf La Roque eine egobesessene Diktatur führt, und Emmanuele Comte mit der Bibel in der Hand wird als Kulturbringer der Menschheit nach dem Tage X in die Geschichte eingehen.

Mein Hauptkritikpunkt an dem Roman ist, die Spannung wird nicht gehalten. Es gibt extrem spannende Stellen, so halte ich Diskussion zwischen Emmanuel Comte und Fulbert für den literarischen Höhepunkt des Romans, in dem Comte als hervorragener Diplomat agiert und Fulbert ein gerissener Hund im Schafspelz, der seinen Gegenspieler moralisch zu erpressen versucht, trotzdem, Spannungen ebben mehrmals wieder ab, flammen irgendwann wieder auf. Ich war auch überrascht, glaubte ich doch wegen einiger Anspielungen, der Roman ziele auf eine fürchterliche Barberei ab, in der der Mensch sich eher in Richtung Tier entwickelt, als zum Menschen. Soweit wollte Robert Merle nicht gehen, ist die Zeit vor dem Tage X doch noch präsent, schließlich haben sie noch die Heilige Schrift. Der Barbarismus ist der Krieg. Auch wenn mir "Die geschützten Männer" mehr gefallen haben, ist dieser Roman wegen dem Thema, welches dem Leser auch nach der Lektüre nicht loslassen mag, sehr zu empfehlen.

Liebe Grüße
marquis de josilin
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Verfasst am: 31.12.2009, 20:30:09    Titel: Ähnliche Themen

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pepsi carola
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 13:11:21    Titel: Antworten mit Zitat

spannend! danke schön!

ziemlich simple sprache? ist das nicht eher ein kompliment? oder was verstehst du unter simpel?
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Marquis de Josilin
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 14:29:55    Titel: Antworten mit Zitat

pepsi carola hat Folgendes geschrieben:

ziemlich simple sprache? ist das nicht eher ein kompliment? oder was verstehst du unter simpel?


Eine scheinbar einfache Sprache, die gar nicht so leicht ist.

Es gibt Autoren, die haben eine scheinbar einfache Sprache, die sich auch gut lesen lassen, z.B. Marguerite Duras und Walter Kappacher. Diese Sprache ist aber niemals simpel, weil diese Sprache eine Kunstsprache ist, die eine große Wirkung auf den Leser hat.

Das ist aber nicht so bei Merle. Ich würde nie auf die Idee kommen, ein Buch von Merle wegen seiner Sprache zu lesen. Hier kommt es auf den Inhalt und auf den Spannungsbogen an, wie auch in Romanen von Brian Moore oder Simmel. Die Sprache fesselt hier nicht und wenn was mit dem Inhalt o.ä. nicht stimmt, tritt schnell Langeweile ein. Simpel muss also kein Kompliment sein.

Scheinbar einfach und trotzdem gut ist dagegen ein Kompliment.

Nun kenne ich deinen Lesehintergrund nicht. Lies mal eine Seite António Lobo Antunes und dann eine Seite Robert Merle. Du weißt dann, was ich meine.

Liebe Grüße
Marquis de Josilin
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pepsi carola
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 15:10:16    Titel: Antworten mit Zitat

okay. mach ich.

vielleicht meinst du es auch so:
eine seite astrid lindgren und eine seite wilde fußballkerle von *habichvergessen*

das ist mir neulich aufgestoßen, als ich meinen kindern kalle blomquist vorlas und gleich drauf das fußballgedöns. der derb krasse Wink unterschied ist selbst ihnen aufgefallen.
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pepsi carola
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010, 15:16:26    Titel: Antworten mit Zitat

ach, ich dachte, ich habe ein buch von ihm. aber "nachtzug nach lissabon" ist ja von pascal mercier Embarassed Wink seine schreibe gefällt mir. die ist auch simpel im sinne von trotzdem Wink *find*
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Verfasst am: 03.01.2010, 15:16:26    Titel: Ähnliche Themen

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